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Argentinien: Wein und Fleisch ohne Ende

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Viña del Mar – Mendoza – Buenos Aires – Foz de Iguazú – Rio de Janeiro

Grenzübergang Chile / Argentinien

Eine Busfahrt, die ist lustig, eine Busfahrt die ist schön. Im Busterminal in Vina del Mar buchten wir unsere Weiterfahrt nach Mendoza. Es gibt unterschiedliche Anbieter, es lohnt sich auch hier die Preise vor Ort zu vergleichen. Die Fahrt dauerte etwa 8 Stunden und führt durch die Anden über den Grenzübergang Paso de Los Libertadores (Argentinien). Je nach Jahreszeit achtet darauf, dass der Grenzübergang passierbar ist und nicht aufgrund Schnee gesperrt ist. Diese Busfahrt ist sehr kurvenreich, aber die Landschaft entschädigt-wunderschön. Die Grenzformalitäten liefen problemlos, wir mussten nur aufgrund der Vielzahl der Buse recht lange warten.

Schwarzmarkt – Blue Dollar

Generell funktioniert der Geldtausch in Argentinien etwas anders. Wir brachten US Dollar mit und begaben uns auf den sogenannten Schwarzmarkt, wo der Blue Dollar getauscht wird. Hintergründe dazu findet ihr hier. Der Grund für den Tausch auf dem Schwarzmarkt ist, dass der Kurs deutlich besser ist, als wenn Ihr Geld am Bankautomaten abhebt. Es ist einfach in jeder Stadt in Argentinien herauszufinden, wo der Tausch stattfindet. Einfach fragen, die Leute schicken Euch an die richtige Adresse. Es ist kein Geheimnis und wird toleriert. Falls Ihr vorher in Chile seid, denkt daran in einem anderen Land Dollar abzuheben, denn in Chile ist es nicht möglich.

Mendoza

In Mendoza angekommen, ließen wir uns ein Hostel von einem „Schlepper“ empfehlen und sind mit Sack und Pack, ganz in der Nähe des Busbahnhofs in das Hostel Savigliano eingecheckt. Vom eigentlichen Zentrum ist es 15 Minuten entfernt.Ob Mendoza ein muss ist, wir würden sagen ein Stopp lohnt sich, immerhin werden hier 70% des argentinischen Weines hergestellt, was wir uns, wie ihr euch vorstellen könnt nicht entgehen lassen wollten.

Am Abend wollten wir uns dann eigentlich nur ein Feierabendgetränk genehmigen und wer uns kennt, weiß, dass wir GT über alles lieben! Ja liebe Becci und liebe Caro, Happy Hour ist alles! 2 zum Preis von 55 ARS (ca. 8 EUR), nehmen wir, dachten wir uns. Am Ende wies unsere Rechnung 65 ARS aus und mit einem großzügigen Tipp sind wir davongeschwankt. Wie so oft waren wir bestens vorbereitet und hatten keinen Plan wie wir nach Hause kommen, aber das seltene Glück von fünf Hunden begleitet zu werden, die uns dann nach Hause eskortierten. Der Weg war wieder erwartend etwas länger, aber um unsere Sicherheit brauchten wir uns keinerlei Gedanken machen, denn sobald sich jemand mehr als fünf Meter näherte wurde er mit unmissverständlichem Knurren auf die andere Straßenseite gebeten. Schweren Herzens mussten wir unsere treuen Beschützer leider vor unserem Hostel stehen lassen

Nun ja, chaotisch ging es mit unserer Maipu Winery Tour weiter. Wir fuhren mit dem Bus nach Maipu. Wichtig, Ihr braucht für die Busfahrt das Geld passend in Münzen (keine Scheine) für die Automaten, was gar nicht so einfach ist, denn in Argentinien bekommt man kaum Münzen. Also haben wir uns erst mal Geld in der Bank wechseln müssen. In Maipu angekommen mieteten wir uns ein Fahrrad. Wir erhielten einen Plan mit all den vor Ort ansäßigen Weingütern und los ging es. Und wenn wir nicht erst um 13 Uhr vor Ort gewesen wären, uns zur Abwechslung nicht verfahren hätten, hätten wir bestimmt auch das ein oder andere Weinchen trinken können. Wir haben es aber mal wieder vorgezogen, mehr Fahrrad zu fahren und weniger zu trinken. Und so ganz nebenbei, mal wieder eine Zeitverschiebung versemmelt. Immerhin haben wir es in folgende Lokalitäten geschafft: Chocolateria “A la Antigua”, Bodega Trapiche, letzter Stop Beer Garden, ach was sind wir doch so Deutsch! Und das war´s dann auch erst mal mit Wein!

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Buenos Aires

Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Buenos Aires. Dauer: 17 Stunden im Bus.

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Wir buchten uns im Pax Hostel ein, es liegt in der Nachbarschaft von San Telmo. Von hier aus haben wir ganz Buenos Aires zu Fuß erkundet. Es dauert, aber ist möglich. Wir liefen sogar bis Palermo. Natürlich schauten wir uns auch das Grab von Evita auf dem Friedhof von Recoleta  und alle weiteren Sehenswürdigkeiten an. La Boca ist auf jeden Fall auch einen Beusch wert. Und he, wenn Ihr in Buenos Aires seit:schaut Euch den Tango an!

 

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Aber auch das Nachtleben in Buenos Aires ist nicht zu verachten. Der erste Abend verlief ganz gewöhnlich: Beer Pong. Dafür das es für uns beide das erste Mal war, haben wir uns super geschlagen. Aufgrund unseres überdurchschnittlichen Einsatzes und Könnens bot man uns das Manager-Zimmer an, da das Hostel völlig überbucht war. Was wir liebend gerne annahmen, Privatsphäre und Internet und die erste Nacht für umsonst. Übrigens der Manager hatte mehr High-Heels, wie wir jemals haben werden. Nach ein bisschen Erholung folgte dann der Pub Crawl. Ein unbedingtes Muss, denn hier haben wir uns das erste Mal an einer Poledancestange versucht. Da wir im Winter da waren war uns Buenos Aires zu kalt, hin und wieder schien zwar tagsüber die Sonne, aber im Großen und Ganzen, waren wir froh bald wieder Richtung Meer, Sonne und Strand zu reisen.

Am Letzten Tag haben wir es uns dann nochmal ein richtiges gutes Essen gegönnt: Steaks, Fleisch, und noch mehr von allem. Siga la Vaca! Leider wussten wir gar nicht was die ganzen Gerichte auf der Karte bedeutete, aber da es Selbstbedienung war, haben wir den Grill einmal leer geräumt. Da auf uns nur eine weitere 22-stündige Busfahrt nach Foz de Iguazú wartete, war es egal, ob wir noch laufen konnten oder nicht. Also hieß es nur noch Boarding und es sich irgendwie gemütlich machen.

Wir haben in Argentinien sehr leckeres Fleisch gegessen, aber auch einige „Reinfälle“ gehabt, da das Fleisch oftmals sehr durchzogen war mit Fett, was wir nicht so mögen, also vorher immer mal nachfragen. Und ja, die Inflation merkt man deutlich. Gewisse Güter sind günstig, während Langstreckenbusfahrten sehr teuer sind. Es lohnt sich wirklich Flüge zu vergleichen, anstatt Stunden im Bus zu sitzen. Schaut zum Beispiel bei Aerolinas Argentinas oder LADE rein.

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