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Donnerstag, Juli 19, 2018
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Unser 1. Kinderheim

Am Donnerstag den 30.01.2014 besuchten wir das erste Kinderheim unserer Reise: Hogar de la Esperanza (Heim der Hoffnung). Es liegt in Santa Cruz, Bolivien und beherbergt aktuell 100 Kinder im Alter zwischen 0 und 15 Jahren. Das Heim ist so groß, dass es bis zu 130 Kinder aufnehmen kann.

Es handelt sich hierbei um Kinder, deren Eltern im Gefängnis sind. Das Gefängnis „Palmasola“ könnt ihr euch als eine Art „unabhängige“ Stadt vorstellen. Hier leben Männer und Frauen innerhalb der Gefängnismauern, zum Teil mit ihren Kindern. Die Kinder, die im Heim sind, sind freiwillig dort. Leider haben wir es nicht geschafft, uns die Gefangenstadt anzuschauen, da es einer gesonderten Erlaubnis bedarf.

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Hintergrundinformationen:

Das Heim verfügt über eine Art Kindergarten, eine Schule, eine Bibliothek die leider viel zu selten benutzt wird, zwei Psychologen und eine Sozialarbeiterin. Die Kinder sind je nach Alter und Geschlecht in unterschiedlichen Häusern untergebracht. In jedem Haus leben zwischen 10 bis 15 Kinder. Die Raumaufteilung aller Häuser ist identisch: Gemeinschaftsraum, Bad, Schlafsaal und eine kleine Waschküche. Betreut werden sie von jeweils zwei Hausmüttern, die sowohl tagsüber als auch nachts vor Ort sind.

Wir erreichten das Kinderheim, dass ein bisschen außerhalb liegt, Septimo Anillo entre Alemania y dos de Agosto, Zona Norte, nach einer gut 30-minütiger Busfahrt im Microbus Nr. 5 (2 BOB/ Person) gegen 3 Uhr nachmittags. Die Busfahrt wurde uns durch ein dankbares Kinderlächeln, der sich riesig über die Malstifte freute, versüßt.

Danke Ricarda!

Am Heim angekommen wurden wir von Ricarda W., einer Volontärin in Empfang genommen und durch die Einrichtung geführt. Die Kinder empfingen uns freudig und mit großer Neugier, wollten mit uns spielen oder einfach nur gedrückt werden. Während in einem Haus den Jungen die Haare geschnitten wurden, wurde in einem anderen ein Gemeinschaftstanz einstudiert und in der Küche wurde bereits das Abendessen zubereitet.

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Geführt wird das Heim von einer 92 jährigen kolumbianischen Nonne, Hermanda Blanca. Eine liebevolle Frau, die sich besonders über die Stifte freute, da die Schule wieder beginnt.

2polloslocos-hogar-de-esperanzaUnsere mitgebrachte Kleidung haben wir der Garderobe überlassen, hier wird sie nach Bedarf verteilt. Die Augen der Kinder wurden immer größer, als sie die Mitbringsel sahen, insbesondere die Buntstifte, die nach und nach verteilt werden.

An dieser Stelle muss leider gesagt werden, dass es bestimmt Heime gibt, die die Sachen nötiger gebraucht hätten, da das Heim um die Weihnachtszeit reichlich beschenkt wurde.

Adresse/ Kontakt:

Zwischen Alemania und Dos Agosto Zona Norte Septimo Anillo, Santa Cruz, Bolivien

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Wir haben nun schon einige Länder bereisen können und leider auch viel Armut und Elend gesehen. Immer wieder wurde uns bewusst, wie gut wir es doch haben, und das es uns an nichts fehlt und das es Menschen gibt, ganz im speziellen die jungen und kleinen, die auf unsere Hilfe angewiesen sind. Das veranlasste uns dazu einen Spendenaufruf zu starten. Erfreulicherweise erhielten wir von allen Seiten Unterstützung.

Auf gut Glück fragten wir bei unserer Airline an, wie viel uns das zusätzliche Gepäck kosten würden. Umso erstaunter waren wir, als diese uns anbot, 2 x 15 kg zusätzlich und kostenfrei mit zu befördern. Freunde, Familie und Bekannten trugen so viele Sachspenden zusammen, dass wir unsere Not hatten, alles zu verstauen und Dank unseres lieb gewonnen vorübergehendem Arbeitgebers, dem Paulaner Bräustüberl, konnten die Spenden dort abgegeben und gelagert werden.

Als die „Allgemeine Zeitung“ dann kurz vor Abflug noch unseren Artikel veröffentlichte, wurde es eine ganz runde Sache.

Zeitungsartikel AZ
Quelle: Samstag, 25.01.2014, Allgemeine Zeitung, „Mainzer Mix“, Seite 13 (Verlagsgruppe Rhein Main GmbH & Co. KG)

2polloslocos-spendenaufrufSonntagnacht haben wir dann alle Sachspenden in zwei riesige Taschen verpackt und beim Einchecken gehofft, dass alles ankommt und wir es dann auch noch tragen können.  Getreu dem Motto „das Glück ist mit den Tüchtigen“, kam alles in Santa Cruz an.

Warum erneut Südamerika? Nachdem wir drei Monate in Deutschland waren, sollte es zurück nach Bolivien gehen, um endlich der spanischen Sprache mächtig zu werden und das im letzten Jahr versäumte nachzuholen. Leider ließen es die Wetterbedingungen im Juli nicht mehr zu Patagonien zu bereisen, aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.

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Foz de Iguazú (Iguazu Wasserfälle) – Rio de Janeiro – Ilha Grande – Rio de Janeiro – San Francisco

Iguazu Wasserfälle

Sitzfleisch die x.te von Buenos Aires mit dem Bus nach Foz de Iguazú. Wir blieben für eine Nacht im Katharina Hostel und besuchten am nächsten Tag die Wasserfälle von Cataratas do Iguacu, die übrigens ebenfalls Unesco Weltkulturerbe sind. Von dem Hostel erreicht Ihr die Wasserfälle einfach mit den öffentlichen Busen. Die „Bushaltestelle“ war direkt gegenüber vom Hostel und die Fahrt dauert etwa 30 Minuten.

Brazil_FozDeIguazu_QCBeide Seiten erschienen uns ein bisschen zu viel zu sein und daher entschieden wir uns für die brasilianische Seite mit Panorama Blick und entschlossen uns kurzer Hand ein bisschen Baden zu gehen bzw. die Bootstour mit einem Jetboot an die Wasserfälle hinzuzubuchen. Kosten um die 70 US-Dollar, Dauer 30 Minuten, aber jede Minute hat sich gelohnt, nur Wechselklamotten wären nicht verkehrt gewesen, denn trocken war danach nichts mehr. Es ging zurück nach Foz de Iguazú und dann folgten 24 weitere Stunden bis nach Rio de Janeiro.

 

Rio de Janeiro

In Rio de Janeiro angekommen mussten wir erfahren, dass das Hostel leider überbucht sei, aufgrund des Papstbesuchs – Weltjugendtag. Nicht weiter schlimm, wir durften die erste Nacht im Mitarbeiter-Apartment schlafen. Das Books Hostel in Rio liegt zwischen Santa Teresa und Lapa ist echt ein Geheim-Tipp und gehörte zu den wenigen Unterkünften, die ihre Preise aufgrund des hohen Besuches nicht verdoppelt oder verdreifacht haben und es gab Maracuja-Caipis und Sushi for free.

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Nun ja, der ein oder andere von Euch wusste bestimmt, dass der Papst in Rio ist und mit ihm ca. 4. Mio. Pilger…wir leider nicht…(das passiert wenn man lange unterwegs ist). Rio war zwar mehr als überfüllt, aber wir hatten trotzdem eine tolle Zeit. Und das auch dank Felipe, dem Hostel-Besitzer. Außerdem haben wir unsere Freundin Annika für einen Tag in Rio getroffen und mit ihr den Tag am Strand verbracht. Sie hat uns zudem mit ein paar Dingen aus Deutschland versorgt und wir ihr ein paar Dinge mit nach Hause gegeben, danke Schätzchen!!!

Auf dem Rückweg sind wir fast verloren gegangen, aber dank aufmerksamer Brasilianer und unseren leicht verlorenen Blicken wurde wir bis vor die Tür unseres Hostels begleitet. 😉 Bisher ist ja fast alles nach Plan gelaufen, da kann man ruhig mal all seine Wertsachen samt Schlüssel im Spint einschließen und dann mit Taschenmesser, Küchengeräten und allem was sich im Kulturbeutel findet ein 1A Thailandschloß versuchen aufzubrechen. Okay…wir sind keine Panzerknacker…aber dank Nick, dem Panzerknacker des Hostels.. lebt das Schloss noch und der Spint wurde geknackt ;).

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Wer in Rio ist, sollte sich auf jeden Fall den ein oder anderen Beach anschauen.. und hell ya.. die Beachboys.. 😉 Also sind wir nach LeblonIpanema und zur Copacabana aufgebrochen. Jeder Strandtag geht auch mal zu Ende und schließlich hatten wir noch eine Verabredung mit Cristo Redentor, eines der neuen Weltwunder und Wahrzeichen von Rio.Leider zog er es vor sich im Neben zu verstecken. Natürlich schauten wir uns auch die Bögen von Lapa (Arcos da Lapa) an, die 5 Minuten Fußweg von unserem Hostel entfernt sind.

Ilha Grande

Nächster Stop war die Ilha Grande, eine ehemalige Gefängnisinsel. Wie auf Caye Caulker gibt es auch hier keine Autos, lediglich Taxi-Boote. Wir verbrachten auf der Insel eine komplette Woche und zogen es vor Tag ein, Tag aus die Sonne zu genießen und uns von links nach rechts zu wenden und hin und wieder dem Wasser auszuweichen, das über das Ufer trat.

Wir buchten den Transport von Rio zur Ilha über unserem Hostel. Wir wurden gegen 12 Uhr mittags mit einem kleinen Bus abgeholt und zum Schiffspier gebracht, von wo aus wir mit dem Boot auf die Ilha Grande fuhren. Hier findet Ihr einen Anbieter, der auch weitere Touren nach Paraty anbietet. Wir buchten keinen Roundtrip im Vorfeld, da wir flexibel bleiben wollten. Wir wurden zwar versucht zu überzeugen, dass es sonst sehr schwierig wird von der Insel wegzukommen, was sich allerdings nicht als nicht richtig erwies. Vor Ort gingen wir einfach in verschiedene Agenturen, verglichen die Preise und buchten das günstigste Angebot direkt zum Flughafen, in unserem Fall. Aber wir müssen dazu sagen, wir waren nicht in der Hochsaison da.

Auf der Ilha angekommen bezogen wir das Hostel El Misti, welches nicht weit vom Pier entfernt ist. Und zur Begrüßung gibt es einen Frei Caipi und da wir eine Woche buchten gab es auch einen Rabatt. Die ersten Tage hatten wir das Glück in einem 9er Dorm alleine zu sein. Man muss dazu sagen, die Betten sind dreistöckig und als es denn in den letzten Tagen voll wurde, war es schon ganz schön eng, aber in Ordnung. Wertsachen könnt Ihr in einem Locker verschließen. Besonders hervorzuheben ist das Frühstück. Sehr vielfältig und lecker: Obst, Kuchen, Joghurt, frische Säfte, Brötchen, Käse, Schinken, Müsli, Milch und Café.

Die verschiedenen Strände sind entweder zu Fuss oder mit dem Taxi-Boot zu erreichen. Generell gibt es auf der Ilha Grande ausreichend Möglichkeiten sich zu bewegen und zu wandern siehe hier. Abends genossen wir die Abende Strand mit dem einen oder anderen Getränk. Die Restaurants sind teuer, man muss lange suchen um günstige Angebote heraus zu finden, aber es gibt sie, also es lohnt sich nach Tagesangeboten zu schauen.

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Aber wären wir eine Woche nur auf der Isla gewesen wäre es ja langweilig gewesen. Aus unbegreiflichen Gründen haben wir (mal wieder) versäumt ausreichend Geld mitzunehmen und nein, hier gibt es leider keinen Geldautomaten. Also haben wir einen Tagesausflug auf das Festland unternommen, um Geld zu holen, was sich als gar nicht so einfach erwies. Der 5. Automat und somit auch der letzte in der Stadt, gab uns endlich das erhoffte Geld, und dann ging es nach Stunden zurück auf die Insel. Und nach 7 schönen Tagen zurück nach Rio, um unseren Flieger nach San Francisco zu bekommen.

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Viña del Mar – Mendoza – Buenos Aires – Foz de Iguazú – Rio de Janeiro

Grenzübergang Chile / Argentinien

Eine Busfahrt, die ist lustig, eine Busfahrt die ist schön. Im Busterminal in Vina del Mar buchten wir unsere Weiterfahrt nach Mendoza. Es gibt unterschiedliche Anbieter, es lohnt sich auch hier die Preise vor Ort zu vergleichen. Die Fahrt dauerte etwa 8 Stunden und führt durch die Anden über den Grenzübergang Paso de Los Libertadores (Argentinien). Je nach Jahreszeit achtet darauf, dass der Grenzübergang passierbar ist und nicht aufgrund Schnee gesperrt ist. Diese Busfahrt ist sehr kurvenreich, aber die Landschaft entschädigt-wunderschön. Die Grenzformalitäten liefen problemlos, wir mussten nur aufgrund der Vielzahl der Buse recht lange warten.

Schwarzmarkt – Blue Dollar

Generell funktioniert der Geldtausch in Argentinien etwas anders. Wir brachten US Dollar mit und begaben uns auf den sogenannten Schwarzmarkt, wo der Blue Dollar getauscht wird. Hintergründe dazu findet ihr hier. Der Grund für den Tausch auf dem Schwarzmarkt ist, dass der Kurs deutlich besser ist, als wenn Ihr Geld am Bankautomaten abhebt. Es ist einfach in jeder Stadt in Argentinien herauszufinden, wo der Tausch stattfindet. Einfach fragen, die Leute schicken Euch an die richtige Adresse. Es ist kein Geheimnis und wird toleriert. Falls Ihr vorher in Chile seid, denkt daran in einem anderen Land Dollar abzuheben, denn in Chile ist es nicht möglich.

Mendoza

In Mendoza angekommen, ließen wir uns ein Hostel von einem „Schlepper“ empfehlen und sind mit Sack und Pack, ganz in der Nähe des Busbahnhofs in das Hostel Savigliano eingecheckt. Vom eigentlichen Zentrum ist es 15 Minuten entfernt.Ob Mendoza ein muss ist, wir würden sagen ein Stopp lohnt sich, immerhin werden hier 70% des argentinischen Weines hergestellt, was wir uns, wie ihr euch vorstellen könnt nicht entgehen lassen wollten.

Am Abend wollten wir uns dann eigentlich nur ein Feierabendgetränk genehmigen und wer uns kennt, weiß, dass wir GT über alles lieben! Ja liebe Becci und liebe Caro, Happy Hour ist alles! 2 zum Preis von 55 ARS (ca. 8 EUR), nehmen wir, dachten wir uns. Am Ende wies unsere Rechnung 65 ARS aus und mit einem großzügigen Tipp sind wir davongeschwankt. Wie so oft waren wir bestens vorbereitet und hatten keinen Plan wie wir nach Hause kommen, aber das seltene Glück von fünf Hunden begleitet zu werden, die uns dann nach Hause eskortierten. Der Weg war wieder erwartend etwas länger, aber um unsere Sicherheit brauchten wir uns keinerlei Gedanken machen, denn sobald sich jemand mehr als fünf Meter näherte wurde er mit unmissverständlichem Knurren auf die andere Straßenseite gebeten. Schweren Herzens mussten wir unsere treuen Beschützer leider vor unserem Hostel stehen lassen

Nun ja, chaotisch ging es mit unserer Maipu Winery Tour weiter. Wir fuhren mit dem Bus nach Maipu. Wichtig, Ihr braucht für die Busfahrt das Geld passend in Münzen (keine Scheine) für die Automaten, was gar nicht so einfach ist, denn in Argentinien bekommt man kaum Münzen. Also haben wir uns erst mal Geld in der Bank wechseln müssen. In Maipu angekommen mieteten wir uns ein Fahrrad. Wir erhielten einen Plan mit all den vor Ort ansäßigen Weingütern und los ging es. Und wenn wir nicht erst um 13 Uhr vor Ort gewesen wären, uns zur Abwechslung nicht verfahren hätten, hätten wir bestimmt auch das ein oder andere Weinchen trinken können. Wir haben es aber mal wieder vorgezogen, mehr Fahrrad zu fahren und weniger zu trinken. Und so ganz nebenbei, mal wieder eine Zeitverschiebung versemmelt. Immerhin haben wir es in folgende Lokalitäten geschafft: Chocolateria “A la Antigua”, Bodega Trapiche, letzter Stop Beer Garden, ach was sind wir doch so Deutsch! Und das war´s dann auch erst mal mit Wein!

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Buenos Aires

Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Buenos Aires. Dauer: 17 Stunden im Bus.

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Wir buchten uns im Pax Hostel ein, es liegt in der Nachbarschaft von San Telmo. Von hier aus haben wir ganz Buenos Aires zu Fuß erkundet. Es dauert, aber ist möglich. Wir liefen sogar bis Palermo. Natürlich schauten wir uns auch das Grab von Evita auf dem Friedhof von Recoleta  und alle weiteren Sehenswürdigkeiten an. La Boca ist auf jeden Fall auch einen Beusch wert. Und he, wenn Ihr in Buenos Aires seit:schaut Euch den Tango an!

 

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Aber auch das Nachtleben in Buenos Aires ist nicht zu verachten. Der erste Abend verlief ganz gewöhnlich: Beer Pong. Dafür das es für uns beide das erste Mal war, haben wir uns super geschlagen. Aufgrund unseres überdurchschnittlichen Einsatzes und Könnens bot man uns das Manager-Zimmer an, da das Hostel völlig überbucht war. Was wir liebend gerne annahmen, Privatsphäre und Internet und die erste Nacht für umsonst. Übrigens der Manager hatte mehr High-Heels, wie wir jemals haben werden. Nach ein bisschen Erholung folgte dann der Pub Crawl. Ein unbedingtes Muss, denn hier haben wir uns das erste Mal an einer Poledancestange versucht. Da wir im Winter da waren war uns Buenos Aires zu kalt, hin und wieder schien zwar tagsüber die Sonne, aber im Großen und Ganzen, waren wir froh bald wieder Richtung Meer, Sonne und Strand zu reisen.

Am Letzten Tag haben wir es uns dann nochmal ein richtiges gutes Essen gegönnt: Steaks, Fleisch, und noch mehr von allem. Siga la Vaca! Leider wussten wir gar nicht was die ganzen Gerichte auf der Karte bedeutete, aber da es Selbstbedienung war, haben wir den Grill einmal leer geräumt. Da auf uns nur eine weitere 22-stündige Busfahrt nach Foz de Iguazú wartete, war es egal, ob wir noch laufen konnten oder nicht. Also hieß es nur noch Boarding und es sich irgendwie gemütlich machen.

Wir haben in Argentinien sehr leckeres Fleisch gegessen, aber auch einige „Reinfälle“ gehabt, da das Fleisch oftmals sehr durchzogen war mit Fett, was wir nicht so mögen, also vorher immer mal nachfragen. Und ja, die Inflation merkt man deutlich. Gewisse Güter sind günstig, während Langstreckenbusfahrten sehr teuer sind. Es lohnt sich wirklich Flüge zu vergleichen, anstatt Stunden im Bus zu sitzen. Schaut zum Beispiel bei Aerolinas Argentinas oder LADE rein.

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Iquique – Calama – San Pedro de Atacama – Calama – Santiago – Viña del Mar – Valparaiso – Santiago – Viña del Mar – Mendoza

Busfahrt von Cochabamba nach San Pedro de Atacama

2polloslocos-iquiqueUm von Cochabamba nach San Pedro de Atacama zu gelangen mussten wir in Iquique und Calama umsteigen. Aufgrund der zeitintensiven „Grenzuntersuchungen“ hatten wir leider keinerlei Chance unseren Anschlussbus von Iquique nach Calama zu bekommen. Also haben wir uns 9 Stunden von einem Restaurant ins nächste Café geschleppt und uns unsere Wartezeit mit Schokolade versüsst, um dann zu erfahren, dass unser zuvor gebuchter Bus bereits abgefahren ist als wir am Busterminal ankamen. Nach unserer Zeit war es 23:00 Uhr, nach chilenischer Zeit 0 Uhr. Völlig übermüdet konnten wir einfach nur noch lachen und fuhren mit dem nächsten Bus. Mitten in der Nacht wurden wir erneut von völlig zuvorkommenden Polizisten aus dem Bus geschmissen, alles durchsucht und erst dann ging unsere Reise weiter. Um 8 Uhr sollte uns der nächste und vorerst letzte Bus nach San Pedro de Atacama bringen.. denkste.. Motorschaden, Ankunft und Abfahrt ungewiss… hallo geht´s noch.. was musste denn noch alles passieren..

Kurz zusammengefasst: 6 stornierte Flüge, diverse Verspätungen, eine Odysee von Bolivien nach Chile auf der wir mehr als 50 Stunden auf den Beinen waren und nun noch ein Motorschaden..das war irgendwie nicht unsere Woche.

San Pedro de Atacama

Letzendlich kamen wir dann doch in San Pedro de Atacama an. Achtet bei der Einreise nach Chile, dass „ein striktes Einfuhrverbot für frische Nahrungsmittel (Milchprodukte, Obst und Gemüse, Fleisch- und Wurstwaren)“…besteht. Untergekommen sind wir im Backpackers San Pedro, einem süßen kleinem Hostel. Da jedoch PAL Airline unseren Flug von Calama nach Santiago 3 Tage vorverlegte, hatten wir nur knapp 24 h vor Ort. Pal Airline ist neben Sky Airline eine günstige Möglichkeit in Chile Distanzen zu überwinden, wenn man mal nicht 24 Stunden Busfahren möchte. Denn so lange dauert die Fahrt von San Pedro de Atacama nach Santiago.

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In San Pedro entschieden wir uns für eine Tour durch das Valle de la Luna. Allerdings wählten wir die Variante mit dem Bus, denn es ist auch möglich das Valle de la Luna mit dem Fahrrad zu durchqueren. Unser eigentliches Vorhaben, die Sterne in der trockensten Wüste der Welt zu bestaunen, gestaltete sich in der Vollmondphase als unmöglich. Das Städtchen ist überschaubar und fast alle Touranbieter und Restauants sind in einer Strasse zu finden. Denkt an warme Kleidung, es wird abends sehr kalt.

Santiago

2polloslocos-chile77Am 23.06.13 flogen wir dann nach Santiago. Die Fahrtzeit mit dem Bus von San Pedro nach Calama beträgt etwa 1h. Kauft Euch rechtzeitig ein Busticket, zumindest wenn Ihr Anschlusspläne habt. Beim Check In hatten wir ein paar kleine Probleme, es war nur noch Steffi als Passagier geführt, für Nina lag keine Buchung vor.  Einige Telefonate und Diskussionen später (ca. 10 Min. vor Abflug) durfte Nina dann schließlich doch als offizieller Passagier an Bord gehen.

Es folgten ein paar Tage in Santiago und schließlich ging es nach Viña del Mar und Valpariso, wo wir bei einem Freund wohnten. Wir trafen Lea, die wir im März auf dem Segeltrip von Panama nach Kolumbien kennengelernt hatten. Mit Ihr haben wir Santiago unsicher gemacht, inkl. Stadtführung und abschließender nicht geplanter 7-stündiger Weinverkostung… traumhaft! (Geheimtipp: Bocanariz). Außerdem aßen wir zuvor super lecker Fisch auf dem Mercado Central, also unbedingt zur Mittagszeit dort vorbei schauen.

Gewohnt haben wir drei im Landay Hostel. Es liegt in Downtown und ist super süß und gemütlich, nur die Lage ist leider nicht die schönste, gerade abends fühlten wir uns nicht immer so wohl. Entschieden haben wir uns für das Hostel, da es günstig war und sehr nah am Busterminal ist und auch vom Flughafen mit dem Airportbus gut zu erreichen ist.

Zwei Tage später nahmen wir an eine Weinprobe im Schnee teil. Wir buchten die Tour über unsere Hostel. Wir Ihr sicher wisst ist Santiago von Bergen umgeben und man kann im Winter Wintersportaktivitäten nachgehen. Binnen 1 Stunde erreicht Ihr die Skiressorts und Pisten. Ein Weinprobe im Schnee – das hört sich im ersten Moment sehr interessant an, aber am Ende stellte es sich als Reinfall heraus, da diese Tour lediglich dazu diente die Skiressorts zu promoten und nichts von einer Weinprobe hatte.

Vina del Mar / Valparaiso

Sowohl in Santiago als auch in Valpariso können wir unbedingt diese Stadtführungen namens Free City Tours empfehlen.  In Valpo (wie die einheimischen Ihr liebevoll Valparaíso nennen) wird einem laut Auswärtigem Amt abgeraten die Zahnradbahnen in Valparaíso zu nutzen. Wir haben es überlebt 🙂

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In Vina haben wir uns natürlich auch das Wahrzeichen, die sogenannte Flower Clock angeschaut. Ansonsten widmeten wir uns eher den kulinarischen Dingen und man muss dazu sagen, wir waren im chilenischen Winter da und hatten ein bisschen Pech mit dem Wetter: viel Regen, aber eine schöne Zeit.2polloslocos-chile75

Wir können allen, die Fisch mögen und dieses Gericht noch nicht in Peru gegessen haben Ceviche (roher Fisch mit Zitrone zubereitet) empfehlen. Sehr lecker!  Natürlich müsst Ihr in Chile auch Pisco Sour und Terremoto versuchen, wobei uns 1 Terremoto auch gereicht hat, viel zu süß. Und Pisco, ja das ist so eine Sache, wir würden sagen seid vorsichtig , Pisco hat seine eigenen Regeln.

Im Anschluss ging es mit dem Bus von Viña del Mar nach Argentinien, Mendoza. Der Bus fährt über einen Gebirgspass, also achtet auf die Wetterverhältnisse, denn manchmal ist der Pass aufgrund zu viel Schnees gesperrt. In Chile gibt es unterschiedliche Busunternehmen, wir reisten oft mit Tur-Bus. Wenn Ihr Bustickets bucht vergleicht die Anbieter. Irgendein Anbieter hatte immer einen Angebot und wenn ihr zeitlich felxibel seit lohnt es sich preislich fast immer, wenn man zum Beispiel einfach nur 2 Stunden früher oder späeter am Tag fährt.

San Pedro de Atacama
Santiago & Valparaiso & Viña del Mar

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La Paz – Death Road – Huayna Potosi – Cochabamaba – Potosí – Sucre – La Paz – Rurrenabaque – La Paz – Cochabamba – Calchane (Grenze) – Iquique (Chile)

Es ging nach dem Colca Canyon zurück nach La Paz, wo die Death Road (Yungas-Straße) und der Huayna Potosi auf uns warteten, sowie weitere Highlights unserer Reise.

Da sich Jan mittlerweile von uns erholt hatte und der Beschützerinstinkt in ihm geweckt wurde, verließ er Cochabamba und begleitete uns auf den nächsten Abenteuern.

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Death Road

Die Death Road oder auch Camino de la Muerte genannt galt als gefährlichste Straße der Welt und wir haben sie mit bis zu 60h/km down hill bezwungen und insgesamt 3.600 Höhenmeter hinter uns gelassen. Okay Jan hat bestimmt 80h/km drauf gehabt, aber Steffi und ich haben es vorgezogen die Landschaft zu genießen..;). Morgends froren wir und mittags wärmte und die Sonne. Wir entschieden uns diese Tour mit El Solario zu machen und können diese wirklich weiter empfehlen, bis auf die Foto CD am Ende-nun gut sie sind super Fahrradfahrer, keine Fotografen 🙂

Huayna Potosi

Und nun kommen wir zu dem Teil, wo wir uns nach wie vor fragen, ob wir größenwahnsinnig waren oder uns die Höhe vielleicht nicht bekommen ist. Die Besiegung des Huayna Potosis.

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Wir hatten uns in den Kopf gesetzt, ohne jegliche Bergsteigererfahrung diesen Schneeberg zu besteigen, naja Übermut tut selten gut. Es war eine der extremsten und gleichzeitig einzigartige Erfahrungen die wir beide je gemacht haben. Unser „Endgegner“ wie wir ihn liebevoll nannten brachte uns an unsere Grenzen, aber es war jede Anstrengung wert. Leider muss an der Stelle gesagt werden, dass wir es nicht bis auf die 6.088 m geschafft haben. Kaum Schlaf und 50-60 cm Neuschnee, der jeden Schritt gefühlt viermal so schwer machte liess uns nicht bis an die Spitze kommen, aber wir haben es beide über die 5.500 m geschafft und für Laien, gar nicht mal so schlecht. Die Tour ging 3 Tage und man übernachtet in zwei unterschiedlichen Basecamps. Die Unterkünkte sind einfach, aber ausreichend. Geschlafen wird in einem großen Schlafsaal, und wer denkt hier duschen zu können, versucht das mal bei Minusgraden:) Wir buchten die Tour bei ALTITUD 6000, wir hatten 2 Guids, super Essen und eine Menge Spass. Das benötigte Equipment wurde uns zur Verfügung gestellt, inclusive Eispickel der auch zum Einsatz kam.

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Nach diesem wahnsinnigen Abenteuer war Nina für 1 Woche in Deutschland und Steffi hat in Cochabamba die Stellung gehalten. Nach knapp 3 Wochen Cochabamba, wo wir bei Jan wohnten ging es weiter nach Potosí, Sucre und Rurrenabaque (Pampas).

Potosí

Also sind wir, wie sollte es auch anders sein, im Nachtbus nach Potosí gefahren, kamen um 6 Uhr morgens an, haben erst mal 4 Stunden im „Video-Zimmer“  eines Hostels geschlafen und danach die Stadt besichtigt. Als wir zurückkamen haben wir dann erfahren, dass es kein Zimmer für uns gibt. Bestätigung-tja bringt in dem Fall nichts. Also sind wir ins nächste Hostal umgezogen und dank Steffis Spanisch-Künsten…ja wir machten keinen Sprachkurs in Cochabamba durfte Nina eiskalt duschen… im Nachhinein kam raus, dass das warme Wasser lediglich 10-15 Min braucht…:)

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2polloslocos-bolivien270Am Tag darauf ging es in die Minen von Potosí. Diesbezüglich können wir nut zwingend den Film: The Devil´s Miner empfehlen. Die Tour buchten wir über unser Hostal. Auf dem Markt nahe der Mienen kauften wir kleine Präsente für die Minenarbeiter: Kokablätter, 96% Alkohol, Saft und wie sollte es anders sein Sprengstoff. Uns wurde gesagt, dass Potosí der einzige Ort auf der Welt sei, wo man legal Sprengstoff kaufen dürfe. Nun ja ein Präsent haben wir einbehalten und nahmen es mit nach Cochabamba. Die restlichen Präsente gaben wir an die Mienenarbeiter weiter oder opferten sie dem Tio, dem „Gott der Unterwelt“, den die Mienenarbeiter durch Opfergaben gnädig stimmen möchten. Die Mienen sind eng und dunkel, wir hielten uns hauptsächlich in einem Nebenarm auf, wo nur noch wenige Arbeiter Mineralien zu Tage fördern. Silber gibt es schon lange nicht mehr, man sagt mit dem früher zu Tage geförderten Silber hätte man eine Brücke von Spanien bis nach Bolivien bauen können- aus Silber, versteht sich.

Am Abend sind wir nach Sucre gefahren, Fahrzeit 4 Stunden. Hier haben wir uns tagsüber das Städtchen angeschaut und sind abends, jawohl im Nachtbus, zurück nach Cochabamba.

Rurrenabaque / Pampas

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Wir hatten nicht mal 12 Stunden und es ging im Nachtbus nach La Paz, von wo aus wir am nächsten Tag nach Rurrenabque geflogen sind (Airline: Amaszonas). Vergkichen mit dem Huayna Potosí liegen fast 6000 Höhenmeter dazwischen. Gebucht haben wir über den Reiseanbieter República Tours in La Paz, es war ein Kombiangebot Flug und Tour für etwa 180 Euro pro Person. Wenn Ihr es nicht so kurzfristig wie wir plant, sind die Flüge auch noch günstiger. Aber plant am besten immer ein wenig Puffer ein, wenn Ihr ein Weiterreiseticket habt, da wir ihr gleich lesen werdet, die Flüge in und aus dem Dschungel auch gerne mal verschoben werden, und wie in unserem Fall um einen ganzen Tag.

2polloslocos-bolivien62Mit diesem besagten Morgen fing unsere Glückssträhne an… In der Nacht haben wir erfahren, dass unserer 1. Flug gecancelt wurde, also mehr Zeit am Flughafen für Frühstück & Co. In Rurrenabque ging es dann im 4×4 ca. 3 Stunden über Stock und Stein Richtung Amazonas. Leicht durchgeschüttelt bekamen wir ein Mittagessen und wenig später ging es auf das Boot, auf dem 10 Personen platz finden. Wir fuhren 3 weitere Stunden durch die Gewässer der Pampas. Hier haben wir Vögel, Krokodile, Schildkröten und andere noch nie zuvor gesehene Wasserschweine (Capybaras) gesehen.

Am nächsten Tag haben wir uns auf die Suche nach Anacondas gemacht. Da wir überleben, haben wir leider keine lebende gesehen. Im Anschluss schwammen wir mit pinken Delphinen, Krokodilen und Piranhas und hatten keinen blasen Schimmer was unter oder neben uns war (angeblich halten die Delphine die anderen „Mitbewohner“ davon ab dem Menschen zu nahe zu kommen, wir glaubten es mal…) Am letzten Tag haben wir bewiesen, dass wir es mit jedem Fisch aufnehmen können, wir haben nämlich fleißig Piranhas geangelt, aber nicht verspeist. Und somit war unsere Pampas-Tour auch schon wieder zu Ende und es ging im Boot und Bus zurück nach Rurrenabque.

Hier sollte am nächsten Morgen unsere Maschine zurück nach La Paz gehen.. denkste.. vier weitere Flugstornierungen später war uns klar, dass wir noch eine Nacht länger im Dschungel bleiben dürfen. Die Airline gab uns eine Entschädigung, um die Kosten für die Unterkunft zu bezahlen. Die Kosten der Umbuchung für unseren Weiterflug mussten wir selbst tragen. Am kommenden Morgen durften wir dann ausfliegen, und wie sollte es anders sein hatte unser Flug von La Paz nach Cochabamba ebenfalls 2 Stunden Verspätung. Zu erwähnen wäre an dieser Stelle noch, dass wir kurz vorher erfahren hatten, dass unser Flug von Calama nach Santiago de Chile gestrichen wurde und wir uns für 2 Tage vorher oder 3 Tage später entscheiden mussten. Also Ihr seht etwas Puffer kann ie schaden:) In Cochabamba angekommen hatten wir dann noch knapp 24 h, um uns dann auf die Weiterreise nach Chile zu begeben.

Und ab hier wird es mehr als absurd: Von Cochabamba aus ging es in Richtung Calchane (Grenze) und dann weiter nach Iquique. Steffi hatte sich kurz vor Abreise überlegt, alleine weiter zu reisen…, sie ist versehentlich in den falschen Bus eingestiegen und dieser setze sich bereits in Bewegung. Nach knapp 12 Stunden kamen wir an der Grenze (Bolivien-Chile) an, mussten noch knapp 4 Stunden warten bis jedes Gepäckstück kontrolliert wurde und jeder im Bus seine zwei Stempel hatte und dann ging es weiter nach Iquique. Denkt daran, keine frischen Lebensmittel mit einzuführen bzw. anmelden, so konnten wir legal eine Salami mit nach Chile nehmen.

Huayna Potosi
Potosi & Sucre
Rurrenabaque

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Puno – Titicacasee – Puno – Cusco – Machu Picchu – Cusco – Arequipa – Colca Canyon – Arequipa – La Paz

Titicacasee

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2polloslocos-peru70Nachdem wir Tiahuanaco hinter uns liesen ging es nach Puno, am Ufer des Titicacasees. Den folgenden Tag haben wir dann auf dem Titicacasee verbracht. Wir fuhren mit einem Boot zu den Uros Inseln (schwimmenden Inseln aus getrocknetem Totora-Schilf), welche von den Urus bewohnt werden und nach Taquile. Als wir auf den Uros ankamen schmunzelten wir uns noch über eine Gruppe Asiaten, die auf einem aus Schilf gebauten Boot über den Titicacasee gepaddelt wurden… wenig später saßen wir dann selbst in dem Boot.;). Zuvor erfuhren wir etwas über die Lebensweise der Urus und die Bauweise der Insel. In Taquile angekommen wurden wir über die Inseln gescheucht, bekamen noch schnell ein Mittagessen, lohnt sich hier bestimmt das Restaurant selbst auszuwählen und dann ging es auch schon wieder zurück. Und wie sollte es anders sein, ging es in der selben Nacht, nach einer unglaublich leckeren Pizza direkt im nächsten Bus in Richtung Cusco.

Cusco

In Cusco wurden wir von einem “ kleinem Männchen“ (dessen Namen wir an der Stelle nicht mehr wissen) am Busbahnhof abgefangen, man könnte ihn auch als Schlepper bezeichnen. Die Geschichte ist unglaublich und würde den Rahmen sprengen, deswegen kurz zusammengefasst. Er versprach uns eine günstige Unterkunft, setzte uns in zwei Taxis oder besser gesagt Mario cars und fuhr uns zu der ersten „Unterkunft“. Wir vermuten es handelte sich wahrscheinlich um das Haus seiner Familie. Denn morgens um 7 Uhr schmiss er Mutter mit Kind aus dem Bett, um uns die Zimmer anzubieten… Wir lehnten dankend ab und zogen es vor uns eine „normale“ Bleibe zu suchen, was dazu führte, dass wir von dem kleinen Männchen zum Hostal Porta gebracht wurden. Eine einfache, aber im Vergleich zu allem anderen billige Unterkunft (15 Soles/Nacht/ Person = 4,50 EUR, im Dreier- bzw. Doppelzimmer).

Neben seinen Unterkünften vertrieb er natürlich auch Touren u.a. zum Machu Picchu, unserem nächsten Ziel. Er unterbreitete uns sein Angebot und versprach alle Mitbieter zu unterbieten. Obwohl er nur „Einkäufer“ war, posaunte er „alles läuft über mich“, aber wer JP kennt, weiß, dass eine solche Aussage ihn nicht davon abhält, die Organisation selbst in die Hand zu nehmen. Als das kleine Männchen also mit dem Anbieter der Touren telefonierte nahm JP ihm mal eben das Telefon aus der Hand und klärte alle offenen Fragen selbst.

Machu Picchu

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Letzendlich haben wir uns für einen anderen Anbieter entschieden, was sich im Nachhinein leider als ein Fehler herausstellte. Sehr einseitiges Essen und Jans Handy wurde geklaut. Aber nichts desto trotz hatten wir auf unserem Jungle Inka Trail (Anbieter soll sehr gut, aber ein bisschen teurer sein) auch jede Menge Spaß! Downhill Biking, okay die Bikes inkl. Ausrüstung hätten kein TÜV Siegel mehr bekommen, aber ohne Zwischenfälle haben wir es alle ans Ziel geschafft. Die folgenden Tage wurde gewandert, gezipplined und weiter gewandert. Unter anderem wanderten wir auch einen Teil des bekannten Inkas-Pfads entlang. Nach drei Tagen kamen wir Abends in Agua Calientes an. Ein Dorf, nur für den Tourismus geschaffen, eine Unterkunft neben der anderen und zwischendrin Restaurants, Souvenirshops und Massagestudios. Um es bis nach Agua Calientes zu schaffen, nimmt man entweder den Zug oder wählt den hin und wieder waghalsigen Weg an den Schienen entlang durch das Urubambatal , ratet welche Variante wir eingekauft hatten, richtig das wandern!

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Der letzte Tag begann morgens um 4 Uhr, und ab 5 Uhr hieß es dann im Dunklen ca. 1.780 Stufen hochkrackseln (man kann auch einen Bus nehmen, kostet Round-Trip 18 Dollar) und damit nicht genug auf dem Machu Picchu ging es weiter. Zusätzlich wurde uns der Aufstieg mit Regen versüßt, der sich aber zum Glück, ebenso wie der Nebel nach gut zwei Stunden verzog. Genauso lange dauerte auch unsere Führung über das Gelände. Im Anschluss haben wir uns ein Plätzchen zum Rasten und Stärken gesucht, aber Vorsicht auf dem gesamten Gelände ist Essen/ Trinken verboten und um das stille Örtchen zu besuchen muss man wieder aus dem Gelände heraus.

Übrigends kann man sich am Ausgang einen Stempel vom Machu Pichhu in den Pass geben lassen. Gegen 12 Uhr verabschiedeten sich Julia und JP nach fast 2,5 Wochen und wir drei haben es vorgezogen ein kleines Schläfchen zu machen, bis Steffi Hummeln im Hintern bekam – aus mit der Ruhe – und wir sind zur „Inka Brücke“ gelaufen. Mittlerweile war es fast 4 Uhr und die ganzen Touristenmassen waren verschwunden, da sie bereits mit früheren Zügen abreisten.

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Den Zug haben wir selbst gebucht, ohne Touranbieter. Wir entschieden uns zum Glück für den späteren, auch günstigeren Zug. So konnten wir die Stille der Ruinenstadt genießen und die letzten Fotos ohne die Massen von Menschen machen. Falls Ihr auch den Huayna Pichhu erklimmen möchtet meldet Euch im Vorfeld an, da die Beuscherzahl pro Tag auf 400 Personen limitiert ist (wir waren leider zu spät). Und wer immer noch nicht genug Stufen gelaufen ist kann auch noch den Machu Picchu Mountain erklimmen. Gegen Abend sind wir dann schön brav die Stufen wieder abgestiegen. Und nun dürft ihr raten, was wir uns im Anschluss gegönnt haben, richtig  eine einstündige Massage, dann ein leckeres Abendessen, ab in den Zug, im Anschluss eine wahnsinnige Busfahrt und um 1 Uhr waren wir dann endlich wieder in Cusco.

Colca Canyon

Von Cusco ging es nach Arequipa und dann zum Colca Canyon.

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Es wird gesagt er ist tiefer als der Grand Canyon in den USA. Für drei Tage ging es in den Canyon. Wir sahen Condors und mussten abermals viele Höhenmeter zurücklegen. Am letzten Tag ging es mal wieder morgends um fünf startend ganze 1.000 m hinauf. Wir fragten uns das ein oder andere Mal, warum wir uns dies antun – freiwillig- aber wenn man erst mal am Ziel ist war es die Anstrengung wert. Aber auch hier muss man sagen, man sollte den Weg auf keinen Fall unterschätzen, ja es ist anstrengend.

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Titicacasee
Cuzco
Machu Picchu
Colca Canyon

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Chiclayo – Lima (Peru) – Desaguadero – La Paz – Salar de Uyuni – Tiahuanaco – Puno

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In La Paz haben wir dann Jan, Julia und Juan Pablo getroffen. Wir checkten im Hostal Republica ein. Nicht, dass unsere Allerwertesten plattgesessen waren, ging es dann am nächsten Abend, wie sollte es auch anders sein, mit dem Nachtbus nach Uyuni.  Seit 2014 ist dies auch ein Etappenziel der Dakar Rally.

Dieses Mal waren es nur 10 Stunden Busfahrt. Das Busticket lösten wir zuvor am Busterminal in La Paz, aber auch wir lernen ja nicht aus. Wir buchten einen cama-Sitzplatz, nur das nach Uyuni lediglich semi-cama Busse verkehren, also nichts mit viel schlafen und keine Beinfreiheit. Nehmt Euch unbedingt was warmes zum anziehen mit, denn Uyuni ist sehr kalt-zumindestens nachts. In Uyuni angekommen wurde alles angezogen, was der Rucksack hergab. Nach einem kleinen Frühstück ging unsere 3 tägige Tour in die Salar de Uyuni, die größte Salzwüste der Welt dann auch schon los. Sie liegt im Altiplano am Fuße der Anden auf einer Höhe von 3650 m.

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Wir buchtent die Tour bei Tito Tours, da wir bereits zu fünft waren gab es diesmal keine Nummer sechs:)  Den folgenden Bildern könnt Ihr entnehmen wie atemberaubend es war.

Neben unendlicher weißer Weite haben wir die 1. Nacht in einem Salzhotel übernachtetet und ja, es ist wirklich alles aus Salz (außer der Matratze). Tag 2. und 3. ging es dann weiter durch eine wunderschöne und abwechslungsreiche Landschaft aus Lagunen,  Bergen, Quinoa Feldern (Getreideart) und vielem mehr. Den letzten Morgen ging es früh los, und wir haben den Sonnenaufgang in einem Hot Spring verbracht und verließen diese glücklicherweise bevor die Massen kamen. Unser Guide nannte dies dann „Sopa de Gringos“-sehr passend. Nach dem heissen Bad gab es ein leckeres Frühstück und wir fuhren anschließend zum Zugfriedhof, nahe Uyuni, der den Abschluss der Tour bildet. Hier sind zahlreiche alte Lokomotiven zu bestaunen.

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Mit dem Nachtbus ging es dann zurück nach La Paz, wo wir uns erst mal etwas erholt haben, auf 3.500 m. Und man glaubt es nicht, aber hier haben wir eine weitere Mainzerin „Knete“ getroffen und direkt mal die Nacht zum Tage gemacht und schauten uns gemeinsam Cholita Wrestling in El Alto an, was man unserer Meinung nicht zwingend sehen muss: Das schönste war der Ausblick auf das Lichtermeer von La Paz von einem Aussichtspunkt in El Alto. Dann hieß es auch schon wieder weiterreisen: über Tiahuanaco – eine der bedeutendsten Ruinenstätte der Prä-Inka-Kultur, von der leider bis heute erst ein Prozent freigelegt wurde (Quelle: Wikipedia) und dieser Teil zugleich auch leider schon ziemlich zerstört ist- nach Puno (Peru).

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Quito – Guayaquil – Galapagos Inseln – Guayaquil – Chiclayo

Nachdem wir uns zwei Tage in Quito in der Casa Helbling ausgeruht haben, und unsere 8-taegige Cruise gebucht hatten, ging es im Nachtbus in ca. 10 h nach Guayaquil und dann auf die Galapagos Islands. Wir buchten die Cruise über Moonrise Tour. Erkundigt Euch nach Last-Minute Angeboten, es lohnt sich. Den Hin- und Rückflug von Guayaquil nach Baltra buchten wir im voraus über Lan Ecuador für 315 Euro. In Baltra angekommen wurden wir am Flughafen abgeholt und gingen bei der Floreana Yacht an Board. Wir entschieden uns für die Süd-Route (South Islands itinerary).

Zu den Galapagos können wir nur sagen, absolutes MUSS, aber wie lange und mit wem, ist eine andere Sache…

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Eigentlich hätten 5 Tage Cruise gereicht, da wir zum Schluss altbekannte Tierchen erneut sahen und wenig Neues dazu kam, aber hätten wir nur die 5-Tages Cruise gemacht, hätten wir weder Hammerhaie noch Mantas gesehen, also war es so, wie es war super.

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Hier unsere Highlights:

  • Schnorcheln mit: Hammerhaien, White- & Black-tipp Haien, Seelöwen, Marine Iguanas, Eagle Rays, Mantas, Golden Cow Rays, Schildkröten, jede Menge Fischis
  • Landgänge und die Tiere zum greifen nah: Marine Iguanas, Land Iguanas in allen Farben und Formen und nein, die Dinger sind keine 2-5 Meter groß, eher so ca. 50-70 cm.. Unmengen an Vögeln, Seelöwen, etc.,
  • Von Board: fliegende Rochen, Haie und Fische

Ja und aufgrund unseres kleinen Ausflugs auf die Galapagos Inseln hieß es dann, get ready for our bus journey!

Unsere 3,5 tägige Busreise nach La Paz begann mit 14 h von Guayaquil, Ecuador nach Chiclayo, Peru.

Es folgten 12 h nach Lima, und weitere unzählige Stunden nach La Paz, mit selbstständiger Grenzüberquerung in Desaguadero, und schließlich einem Minibus nach La Paz.

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Cartagena – Santa Marta – Ciudad Perdida – Quito

Wir kamen eher als erwartet in Cartagena, Kolumbien an und trotz des Feiertages konnten wir relativ schnell von Board und uns auf den Weg zu unserem Hostel machen. Auch dieses Mal steuerten wir das Mamallena an, da wir es im Vorfeld reserviert hatten.

Fünf Deutsche, fünf Amis, eine Schweizerin, eine Kanadierin und zwei Holländer hatten dann noch einen schönen letzten Abend. Am nächsten Tag machten wir uns nach Santa Marta auf. Unserer nächstes Ziel war die vergessene Stadt, besser bekannt unter dem Namen „Ciudad Perdida„.

Die fast vergessene Ruinenstadt, die erst 1975 wiederentdeckt wurde und für Touristen nicht völlig zugänglich ist, liegt ca. 40 km südöstlich von Santa Marta, inmitten der Sierra Nevada de Santa Marta.

Wir buchten 4 Tage und 3 Nächte mit Magic Tour und zahlten $ 600.000 COP. Ein festgeschriebener Betrag pro Tourist geht an die dort lebenden Ureinwohner. Und dank unserer zwei Guides und den persönliche Koch fehlte es uns an nichts, außer hin und wieder ein bisschen Puste. An dieser Stelle sollte fairer Weise erwähnt werden, dass die Tour nicht ohne ist, und man sie nur zu Fuß machen kann oder auf dem Rücken eines Vierbeiners, aber da wir sie geschafft haben, schafft ihr das auch!

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Von Santa Marta aus fuhren wir einige Stunden auf befestigten Straßen, über Stock und Stein, passierten einige Kontrollposten, bis wir schließlich in dem kleinen Dorf Macheté ankamen. Hier findet eine Art Abklatsch statt, wir wurden abgeliefert und andere werden eingesammelt. Ihr Zustand verunsicherte uns ein wenig, da sie sehr erschöpft aussahen. Aber vier Tage später hatten wir dieses fiese Lächeln bei der Begegnung mit den Neuankömmlingen auf den Lippen und waren heil froh wieder Richtung Santa Marta zu fahren, aber nun von Anfang an.

In Macheté erhielten wir also unsere Henkersmahlzeit und dann hieß es loslaufen. Der Treck ist in Summe 46,6 km lang und je nach Tour läuft man am Tag ca. 8-10 km. Unsere Tour begann bei strahlendem Sonnenschein, und zu dem Zeitpunkt waren wir auch noch extrem motiviert den Hike in 4 Tage trotz mangelnder Fitness anzugehen.

Während der ersten Tage wandert ihr durch eine atemberaubende Landschaft, durchquert Flüsse, wünschen uns, dass wir endlich am Ziel sind und haben in Hängematten oder in Hochbetten durch Mückennetze geschützt im Freien geschlafen.

Am 3. Tag hieß es dann Aufstieg zum Endgegner. Dank des Regens war alles extrem schlammig, rutschig und klitschig zugleich, nass waren wir ja eh, aber nun hieß es eine Steintreppe mit ca. 1.200 Stufen zu überwinden. Ohne Zwischenfälle haben wir es nach oben und auch wieder nach unten geschafft und von da an, war alles ein Kinderspiel.
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Aber das schöne Wetter wollte nicht lange anhalten und nach den ersten Metern kamen noch die Höhenunterschiede und der liebe Regen hinzu, und keines wollte ein Ende nehmen, aber wir haben uns nicht unterkriegen lassen und am Ende haben wir es in 4 Tage, ohne Muskelkater, phantastischem Essen und unserer ersten Nacht in einer Hängematte vollends zufrieden, geschafft! Ihr könnt euch wahrscheinlich vorstellen, wie gut das kalte Bier in Macheté schmeckte.

Von Santa Marta aus sollte es dann nach Quito gehen, was wir beinahe nicht geschafft hätten

Es fing damit an, dass wir erst mal in den falschen Bus eingestiegen sind, alles kein Problem, wir hatten ja genug Zeit, was das liebe Bodenpersonal von unserer neuen Lieblingsairline Avianca sich wohl auch gedacht hatte. Unfreiwillig wurden erst mal alle anderen Passagiere an uns vorbeigeschleust und wir warteten für ca. 30 Min. brav in der Schlagen. Als wir dann endlich an den Schalter gebeten wurden, wurde uns nach ca. 10 Minuten mitgeteilt, dass wir nachweisen müssten, dass wir Ecuador auch wieder verlassen werden. Was wir nicht wussten.

Leichter gesagt als getan, versucht mal auf die Schnelle ein Busticket ausfindig zu machen und das dann auch noch online buchen, 2013 leider nicht möglich! Wir hatten nur noch knapp eine Stunde Zeit, und diese verging wie im Flug. Steffi hatte es sich mittlerweile hinter dem Avianca Counter bequem gemacht und war kurz davor uns selbst einzuchecken, da sich das Personal von Avianca verdrückt hatte und kein Ansprechpartner mehr auffindbar war! Ca. 30 Min. vor Abflug, bequemte sich dann die Supervisorin zu uns und offenbarte uns, dass ein Busticket nicht ausreichen würde, und wir nur mit gültigem Flugticket eingecheckt werden könnten, was wir selbstverständlich für einen unverschämt hohen Preis am Counter erwerben könnten.

So und nun was machen: Option 1. Flug verpassen und die komplette Planung über den Haufen schmeißen oder Option 2. die Kreditkarte zum glühen bringen!?

Schweren Herzens gab Nina Ihre Kreditkarte aus der Hand und unterschrieb einen Beleg von $ 1.210.200 kolumbianische Pesos, ca. 520 EUR, für nichts. 5 Min. nach eigentlichem Abflug landeten wir dann doch noch in der Maschine inkl. 2 l Wasser da wir durch den Security Check gerannt sind. Über Bogota ging es dann nach Quito, wo wir unserer Restgeld in Burger King investierten, nichts ahnend, dass es auf dem Weiterflug ein Abendessen gab.

Zur Krönung des eh schon so traumhaft verlaufenden Tages, hatte sich Avianca wohl überlegt, uns den Tag so richtig zu versüßen, und Steffis Rucksack einfach in Bogota zu vergessen! Ihr könnt euch vorstellen, wie amüst wir waren!!! Der Rucksack schaffte es dann am nächsten Morgen zu unserer Unterkunft und die Welt schien wieder in Ordnung.

Aber unsere Geschichte mit Avianaca war noch nicht vorbei. Natürlich sind wir in Guayaquil direkt bei Avianca vorbei, aber wie es weiterging könnt ihr im Kapitel Ecuador nachlesen.

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