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Freitag, September 14, 2018
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Sixaola – Bocas del Toro – Panama Stadt – San Blas – Cartagena

Mit einem Tag Verspätung, diversen Mails um alles umzubuchen, sind wir dann doch noch auf Bocas del Toro angekommen.

Grenzübergang Costa Rica – Panama

Oh wie schön ist Panama, das Bordercrossing war eher speziell, die Brücke von Sixaola, passt auf, sie entspricht nicht den Sicherheitsbestimmungen, die ihr vielleicht erwarten würdet.

Wie so oft haben wir es auf den letzten Drücker geschafft, 5 vor 5 (pm) am Grenzposten in Panama, die sind Costa Rica doch tatsächlich eine Stunde voraus und der Grenzposten schließt eigentlich um 17 Uhr. Dann haben wir den charmantesten Augenaufschlag hingelegt, ein bisschen geflirtet und uns so um die $ 14 für ein völlig überteuertes Busticket gespart, was man unter der Kategorie Touristenabzocke ablegen könnte. Dieses ominöse Busticket, welches zum Teil am gleichen Tag seine Gültigkeit verliert, soll angeblich belegen, dass man Panama wieder verlässt, aber wir waren ja vorbereitet und hatten eine Bestätigung von unserem Segeltörn nach Kolumbien dabei, was der nette Beamte schweren Herzens akzeptierte.

Hinter der Grenze mussten wir dann ein Taxi nehmen, da der letzte offizielle Bus, ein alter School Bus, zum Busterminal leider schon weg war. Am Busterminal sprangen wir dann in ein Collectivo bzw. Minivan, welches uns letztendlich in der Nähe der Anlegestelle im Ort Changuinola alternativ Almirante nach Bocos raus lies.

Überfahrt von Changuinola zur Isla Colón

Da wir ja schon etwas spät waren, wollte man uns den doppelten Preis für die Überfahrt abnehmen, da angeblich keine weiteren Passagiere da waren. Aber nicht mit uns, es kamen noch mehr Nachzügler und nach einer knapp 35-minütige Überfahrt kamen wir auf der Isla Colón an, Kosten $ 7.

Isla Colón

Unsere Bleibe für die nächsten Tage war das Hostel Casa Verde, direkt am Wasser gelegen. Auf Bocas del Toro, haben wir uns erholt, recherchiert, weitere Mails geschrieben und unsere Kreditkarten ein weiteres Mal zum glühen gebracht. Die Belohnung für all unsere Mühen folgte am Abend während der Ladies Night; Rum and Coke for free, na dann mal Prost.

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Per Wassertaxi, ca. $4, vergleichen lohnt sich vor Ort, ging es dann von der Isla Colón auf die Insel Bastimentos und zum Red Frog Beach. Sehr schöner Strand mit je nach Jahreszeit kräftigen Wellen und kleinen roten giftigen Fröschen, die Kinder gerne gegen Gebühr aus der Hand springen lassen.

Panama City

Von Bocas del Torro aus ging es dann nach Panama City, wo wir zwei Megaverpeilos mal wieder orientierungslos in den Vierteln angekommen sind, wo man sich nachts eigentlich nicht aufhalten soll! Wir lernen ja auch nicht dazu…

Panama City haben wir größten Teils zu Fuss erkundet, per Taxi oder obacht per Bus und uns folgende Sehenswürdigkeiten angeschaut:

  • Casco Viejo, ist die Altstadt von Panama City und wurde 2003 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.
  • Panamá la Vieja, ist die Vorgängersiedlung des modernen Panama und liegt im Stadtteil Panamá Viejo und wurde 1519 gegründet.
  • Die Miraflores-Schleusen (Panamakanal), liegt einige Kilometer außerhalb des Stadtzentrums, ist aber sehr einfach per Bus oder Taxi zu erreichen.

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Unseren Segeltörn von Panama nach Kolumbien, haben wir im Vorfeld über das Mamallena reserviert, und uns auch für zwei Nächte dort einquartiert, sowie den Transport per 4×4 bis zur Ablegestelle vor San Blas (Kosten $45) gebucht. Der Segeltrip mit drei Mahlzeiten an Board hat uns $ 550 gekostet und war es wirklich wert.

Überfahrt von Panama – Kolumbien

Nach 2 Tagen Panama City ging es morgens um 5:30 h Richtung Küste von wo aus wir dann 5 Tage auf einem „Segelboot“, nach Kolumbien geknattert sind. Okay.. ein bisschen old school war unsere Independence, aber seesicher 😉

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Unser Capitano „Mitja ‚Michel‘ Mehle“ war ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber sehr tolerant. Seine Ladies waren sensationelle Köche und auch so wurde uns nie langweilig. Es gab ausreichend aufblasbare Wassertoys, Wassernudeln und Snorkel.

Das Frühstück, Mittags- und Abendessen war sehr vielfältig und abwechslungsreich und Steffi versuchte sich das erste Mal an fangfrischem Lobster. Abends veranstalteten wir ein Strandfeuer, ein Volleyball Turnier und aßen lecker BBQ. Ihr könnt euch ausreichend alkoholische Getränke mitbringen, so viel ihr tragen könnt und für den Fall, dass euch das Bier ausgehen sollte, könnt ihr dieses auch an Bord nachkaufen.

Wir „umsegelten in 3 Tagen und 2 Nächten die San Blas Inseln, traumhaft, kleine Inseln mit türkisem, glasklarem Wasser und weißen Sandstränden, die sich im Karibischen Meer befinden. San Blas ist ein absoluter Geheimtipp und noch nicht überlaufen, und das erkannte auch schon Mana „En el Muelle de San Blas„.Im Anschluss ging es in knapp 25 Stunden über das offene Meer nach Cartagena, Kolumbien.

 

Wir hatten unglaubliches Glück, denn die Truppe war der Hammer und das Meer meinte es gut mit uns, kaum Seegang 😉 Kleiner Tipp für die Biker unter euch, fragt rechtzeitig an, wir hatten drei Maschinen an Bord.

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Bocas del Toro
Panama City
San Blas Islands

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San José – Granada – Ometepe – San Juan del Sur – San José – Sixaola

Am 01.03.2013 ging es von Belize City (BZE) nach Costa Rica, San José (SJO) und von dort aus weiter nach Nicaragua.

San José

Wir verbrachten die erste nach im Love Hostel, etwas spuky, da hier vereinzelt Kerzenstummel herumstanden, aber zum schlafen hat es gerreicht. Dann hieß es auf nach Granada (Nicaragua).

Granada

Für den Fall, dass ihr vorh2polloslocos-nicaragua45abt mit dem Bus weiterzureisen, solltet ihr rechtzeitig bzw. im Vorfeld reservieren. Wir waren etwas naiv und mussten aufgrund keiner freien Plätze im Bus das Terminal wechseln und verloren dadurch einen Tag. Aber der Service an Board war überdurchschnittlich gut: Mittagessen, Drinks, Snacks und Internet an Board. Nach ca. 7 h sind wir dann in Granada angekommen. Hier ging es in die Backpacker Straße, die zu Fuss vom Busterminal zu erreichen ist. Granada ist eine hübsche kleine Stadt mit vielen Restaurants und jeder Menge Touristen.

Ometepe

Von Granada ging es mit dem Bus nach San Jose (Rivas) und dann weiter mit der Fähre auf die Vulkaninsel Ometepe.  Hier findet Ihr die Fährzeiten. Es ist auch möglich direkt vom Granada mit der Fähre auf die Isla zu fahren. Dies dauert allerdings deutlich länger und die Überfahrt soll aufgrund des Seegangangs eher ungemütlich sein. Auf der Insel angekommen fuhren wir mit dem Taxi zu unserer Unterkunft, Hospedaje Buena Vista. Die Taxifahrer warten direkt am Peer, immer dann wenn die Fähren ankommen.

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Ometepe ist eine Insel die wir nie vergessen werden:

1.   haben wir gedacht, wir müssten uns was beweisen und fuhren ca. 20 km mit Kindermountainbikes über Stock und über Stein. Die Fahhräder mieteten wir direkt gegenüber unseres Hostels. Eigentlich wollten wir noch zum Wasserfall San Ramon fahren, schafften es jedoch nicht mehr, da die Dämmerungs bereits einsetzte und man zu diesem noch eine Stunde hiken muss und die Wege auf Ometepe eher einem Schotterfeld gleichen. Aber es macht Spass!

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2.   haben wir den inaktiven Vulkan Maderas bestiegen, der 2. schwierigste in Zentralamerika, was wir allerdings erst erfuhren, als wir bereits 4h unterwegs waren. Der Hike dauerte 9 Stunden und kostete uns viel Kraft, Nerven, den ein oder anderen Schreckensmoment, jede Menge Schlamm und höllischen Muskelkater. Für die Vulkanbesteigung empfehlen wir unbedingt einen Guide zu nehmen (Kosten: 25 Dollar pro Person), denn die Wege sind nicht immer offensichtlich. Aber der Ausblick hat sich gelohnt.

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Zur Erholung danach läd das Ojo de Agua, ein Schwimmbecken ein, wo wir enen entspannten Nachmittag verbrachten. Wir fuhren mit dem Fahrrad dorthin. Eintritt liegt bei 2 Dollar.

 

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Wenn Ihr noch mehr hiken möchte könnt Ihr ebenfalls den aktiven Vulkan Concepción besteigen. Wir verbrachten 5 schöne Tage auf Ometepe, fast sogar länger, da die Fähre an unserem Abreisetag aufgrund der Wetterbedingungen fast nicht fahren sollte. Am Tag zuvor fiel sie komplett aus. Also immer etwas Puffer einplanen.

San Juan del Sur

Im Anschluss ging es in das Surfer´s Paradies San Juan del Sur in Nicaragua, wo wir einige Nächte im Ariki Guesthouse verbrachten. San Juan des Sur hat keinen schönen Badestrand, aber abends lässt es sich in den Strandbars sitzend mit Blick aufs Meer gut aushalten.

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Um schönere Strände zu sehen fuhren wir mit zahlreichen Surfern auf einem Hänger zu nahegelegenen Stränden (El Coco; Playa la Flor). Wie auch nicht anders zu erwarten war es sehr windig. Der Transport wird über ein Hostel angeboten, fragt einfach vor Ort, es ist einfach zu finden. Aufgrund giftiger Wasserschlangen entschieden wir uns gegen das Surfen. Ingesamt gefiel uns San Juan del Sur nur mäßig, wenn Ihr nicht surfen (aber wenn ist es wirklich günstig) geht langen unserer Meinung nach ein paar Tage.

Im Anschluss ging es zurück nach San José, Costa Rica.

 

In San José hieß es dann mal wieder Abschied nehmen von unserer Freundin Annika und wir waren mal wieder auf uns selbst gestellt. Das hat super geklappt, denn der 1. Bus, der uns nach Panama bringen sollte fuhr ohne uns, also blieben wir eine weitere Nacht im Stolas Hostel in San José, die Schuldigen waren der Taxifahrer, der nette Mensch vom Busterminal und okay wir, denn wir hatten wie so oft keinen Plan wo wir eigentlich hin müssen…;)

Da wir nach Bocas de Toro wollten wählten wir den Grenzübergang in Sixaola. Bedenkt einen Bus zu nehmen, der rechtzeitig an der Grenze ist, denn die Grenze in Panama schliesst um 6 Uhr (5 Uhr costaricanische Zeit). Mehr Informationen findet ihr hier.Wir vergassen, dass es zwschen den Ländern einen Zeitunterschied gab, schafften es aber letzendlich auf den letzen Drücker. Falls Ihr Zeit habt lohnt es sich auch in Puerto Viejo de Talamanca einen Stop einzulegen.

Und wer sich auf der Reise durch Zentralamerika fragt, was Gallo Pinto  ist,  es handelt sich um das Lieblingsfrühstück der Einheimischen: Reis mit Bohnen.

Granada
Isla de Ometepe
San Juan del Sur

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Belize City – Caye Calker – Belize – San José

Caye Calker

Fast zeitgleich kamen wir aus dem Dschungel Guatemalas, und Annika aus Deutschland, in Belize an und setzten dann direkt nach Caye Calker über. Es gibt zwei Fähranbieter, die nur wenige Meter von einander entfernt sind und leicht versetzt abfahren. Die Fahrt dauert ca. 1 Stunde von Belize City.

Haltet die Augen offen, auch hier gibt es Voucher. Wir bekamen diesen hinter dem Grenzübergang Guatemala – Belize, die Ersparnis waren $ 5 (statt $ 25 Round-Trip, zahlten wir nur $ 20).

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Caye Calker, ist eine kleine Koralleninsel voller Sandfliegen, Mosquitos, vielen Backpackern und ist gerade mal ca. 8 Kilometer lang und 2 Kilometer breit, auch sie liegt mitten im Karibischen Meer. Getreu dem Motto „Go Slow“, geht es auf der Insel sehr entspannt zu und falls man doch mal zu schnell über die Wege hetzt, wird man von den Einheimischen gebremst. Auf der Insel gibt es keine Autos, nur „Golf Carts“, einige ATM´s, Supermärkte, Bars und Restaurants.

„Der Strand“

2polloslocos-belize-caye-caulker-lizard-barWir sahen schnell ein, dass ein kleines Mittagsschläfchen auf dem sandbedecktem Betonboden wenig Sinn machte und zudem wollten uns die Sandfliegen einfach nicht in Ruhe lassen. Unsere Rettung war das „Split“, ein Graben der die Insel  aufgrund eines Hurrikans in zwei Teile teilte. Die Strömung ist gar nicht mal so ohne und nachdem wir uns völlig verausgabt hatten, gönnten wir uns erstmal ein Kaltgetränk in der Lazy Lizard Bar.

Hier lernten wir auch eine ganz neue Form des Lesens kennen, man nehme das Buch Shantaram, das ca. 933 Seiten hat und reiße die gelesenen Seiten einfach raus, das spart Platz und Gewicht!

Unsere Unterkunft

Unsere Casa wurde für knapp eine Woche ein 2-stöckiger Bungalow bei Bella´s Backpackers.

Steffi bezog das Erdgeschoss und nebelte sich Nacht für Nacht mit Mückenspiralen ein, während Annika und Nina es vorzogen sich mit Hilfe des Mückennetzes zu schützen. Wie ihr euch vorstellen könnt, stellten sich beide Methoden als wenig erfolgreich heraus. Wir ließen uns die Laune jedoch nicht verderben, zogen es aber vor, die Insel zu mindestens stundenweise zu verlassen und so folgten ein Schnorchel- und Tauchausflug.

Schnorchelausflug

2polloslocos-belizeAlso ließen wir uns beraten und buchten einen Segeltörn inkl. Schnorchelerlebnis. Dieser Trip hatte sich wirklich gelohnt: Wir sahen Rochen, Haie und Schildkröten und jede Menge Fische. Das Ganze wurde dann auf der Rückfahrt noch durch einen leckeren Fruchtpunsch gekrönt, mit einem Schüsschen Rum.

Tauchen im Blue Hole

Dann dachten wir uns noch, wenn man schon mal in Belize ist, sollte man sich das Blue Hole nicht entgehen lassen. Gesagt, getan und $ 200 ärmer, sowie  ziemlich enttäuscht, da wir wirklich gar nichts gesehen hatten,  konnten wir auch das von unserer „things I wanna see before I die“ oder so ähnlichen Liste streichen. Aber hey, unserd Open Water Steffi hat es bis auf 41 m geschafft…;)

Belize hat als Amtssprache Englisch, es wird mit US-Dollar gezahlt und ist in den Lebenshaltungskosten nicht günstig. Von Caye Caulker ging es zurück aufs Festland und per Flieger via El Salvador in Richtung Costa Rica, aber denkt an die $35 Ausreisesteuer in Belize!

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Frontera Corozal  – Bethel – Flores – Tikal – Semuc Champey – Coban – Flores – Belize City

Wir sind keine Stars aber raus aus dem Dschungel wollten wir trotzdem. Aber nun von Anfang an.

Grenzübergang Mexiko – Guatemala

Von Palenque, Mexiko ging es also per Bus und Boot über den Río Usumacinta nach Flores, Guatemala. In der kleinen mexikanischen Grenzstadt Frontera Corozal wurden wir ja schön abkassiert, von da aus ging es dann ans Ufer und auf ein Longtailboot, dass uns dann ans andere Ufer nach Bethel (Grenzstadt Guatemala) brachte. Dieses mal konnten wir den Grenzposten ohne Aufschlag passierend und fuhren in einem etwas klapprigen Bus nach Flores. Zwischendrin sammelten wir einen Reiseleiter auf, der es schaffte uns Touren zu verkaufen, von denen wir morgens noch nichts wussten, aber wir sollten dies nicht bereuen.

Wer bedenken bezüglich Guatemala hat, sollte mal auf der Seite des Auswärtigen Amts vorbeischauen. Aber wie ihr sehen könnt, hat es uns nicht davon abgehalten.

Flores und die Mayastätte Tikal

Am nächsten Morgen ging es um 3 Uhr morgens von Flores, zur Sunrise Tour, zu den Ruinen von Tikal. Tikal, ist eine der bedeutensten Maya Städte, die in den Regenwäldern des Petén im nördlichen Guatemala liegt. Natürlich war es dunkel und wir bestens vorbereitet, nämlich ohne Taschenlampe und mit uns noch einige andere. Also lief die Gruppe eng zusammengefehrt hinter dem Guide her, der uns darauf aufmerksam machte, dass es wilde Tiere gäbe, diese aber nur einzelne anfallen würden.

Unser Ziel war eine Tempelanlage IV mit vielen Stufen, von der aus wir den Sonnenaufgang bestaunen sollten. Wie ihr euch vorstellen könnt, waren es nicht die letzten Stufen an diesem Tag. Leider versperrten uns die Wolken die Sicht auf die aufgehende Sonne, die morgendliche Ruhe, mit Ausnahme der schreienden Affen, war trotz alledem sehr schön.

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Nach dem Sonnenaufgang führte uns unsere Guide durch die nahegelegenen Ruinen von Tikal und versorgte uns mit ausreichenden Informationen zu den einzelnen Tempeln. Im Anschluss konnten wir die Anlage auf eigene Faust erkunden und nutzen die Zeit für eine ordentliche Brotzeit und um weitere Fotos zu machen. Mehr Infos zur Anlage findet ihr hier.

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Semuc Champey

Am nächsten Tag ging es mit einer weiteren Tour, weiter nach Semuc Champey. Semuc Champey „dort, wo das Wasser verschwindet/sich versteckt“, ist ein Naturschutzgebiet. Mit Antritt unserer Reise hatten wir unsere Rückreise bereits gebucht.

Auf unserer Fahrt lernten wir ein niederländischen Paar und einen Amerikaner mit seinem persönlichen belizianischen Guide kennen und zogen in das selbe Hostal El Portal, nahe Lanquín, inmitten des Dschungels Guatemalas ein.

Am nächsten Tag machten wir uns gemeinsam zu den Wasserterrassen auf. Da Sport ja bekanntlich gesund ist, entschieden wir uns, die oben beschriebene Reisegruppe, fürs laufen. Der Weg ist oneway sehr schön, aber der Rückweg zieht sich wie Gummi. Wenn wir die Möglichkeit gehabt hätten, hätten wir den bezahlten Rücktransport genutzt, aber wie das manchmal ja so ist, wenn man ihn braucht, ist er nicht da.

Aber die Terrassen entschädigten für alles. Wir stürzten uns in die „Wassermassen“ und kletterten die einzelnen Wasserfälle bis zum obersten Becken hinauf und rutschten anschließend auf unseren Hintern, nicht immer ganz souverän, wieder runter. Da wir diese Tour auf eigene Faust machten, hatten wir zu Beginn das Glück dieses Naturschauspiel ohne andere Touristen bewundern zu können.

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Am Abend haben wir unsere letzten Quetzales verspeist, und erfuhren dann von unserer Lodgebesitzerin, dass wir am nächsten Tag nicht wie vereinbart abgeholt werden können. Für sie war der Fall klar, wir bleiben einfach eine Nacht länger, was aber leider nicht möglich war, da wir ja mit Annika in Belize verabredet waren und auch keinerlei Interesse an einer weiteren Nacht im Dschungel hatten. Warum wir nicht abgeholt werden konnte, konnte uns niemand sagen, angeblich war der Bus voll, was uns sehr komisch vorkam, da wir es ja eigentlich vor Anreise alles bestätigt bekommen haben.

Wir hatten umgerechnet noch knapp 2 Euro in der Tasche und findet im Dschungel mal einen Bankautomat: UNMÖGLICH!! Irgendwie mussten wir also schnellstmöglich zurück nach Flores, um nach Belize weiterzureisen, da wir uns dort am übernächsten Tag mit einer Freundin treffen wollten.

Nach wilden Diskussionen, unterstützt durch unseren belizianischen Guide und die Holländer, ergab sich nur eine Möglichkeit für uns, der öffentliche Bus am nächsten Morgen nach Flores.

Morgens um 6 Uhr, starten wir dann doch den Versuch uns heimlich in den Bus der anderen zu setzen, die weiter nach Antigua fuhren, um uns zur nächst „größeren“ Stadt zu fahren, wo wir einen Anschlussbus nach Flores nehmen hätten könnten. Schöne Idee der anderen, alle haben sich extra klein gemacht, aber leider konnten wir uns nicht unsichtbar machen und der Fahrer manövrierte uns im hohen Bogen aus dem Bus. Also waren wir auf uns selbst gestellt, mitten im dunklen Dschungel von Guatemala. Also saßen wir, wie zwei begossene Pudel an einer „Bushaltestelle“, die uns zur nächsten Stadt mitnehmen sollte.

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Public Transport via Coban zurück nach Flores

Unser letztes Geld gaben wir dem Ticketverkäufer, und da saßen wir nun, in einem Bus voller Einheimischer, die alle mit einer Macheten ausgestattet waren und fuhren schweigend die Bergstraßen Guatemalas entlang. Es wäre gelogen, wenn wir sagen würden, wir fühlten uns sicher und wohl. Selbstverständlich waren wir die Attraktion des Buses, blond, gringa, Frau….! Von uns wurde unentwegt gesprochen, und die Blicke, da wir nicht deuten konnten, waren beängstigend.

Wie sich allerdings am Ende rausstellte, waren der Busfahrer und der Ticketverkäufer einfach nur bemüht uns sicher in die nächste Stadt zu bringen. Sie unternahmen sogar einen kleinen Umweg, um uns näher an die Bushaltestelle in Coban zu bringen. Dort angekommen hatten wir unseren Bus nach Flores leider verpasst, der nächste sollte erst 6 Stunden später abfahren. Erneut in einer Stadt, wo wir die einzigen Touristen waren, hieß es warten und geduldig sein.

Somit hatten wir ausreichend Zeit einen Bankautomaten aufzusuchen und in aller Ruhe auf dem Bordstein zu frühstücken.

Den Busbahnhof meideten wir, da wir ununterbrochen angesprochen wurden, und uns jeder überall, sogar bis ans Ende der Welt, mitnehmen wollte. Uns wurden die abenteuerlichsten Routen angeboten um nach Flores zu gelangen, jedoch nicht auf direktem Weg und da wir ja ein bisschen unter Zeitdruck standen und nicht erneut irgendwo sitzen bleiben wollten, entschieden wir uns fürs Warten und den Direktbus, der jedoch erst Stunden später abfahren sollte. So saßen wir also die Stunden ab, bevor wir uns wieder Richtung Busbahnhof aufmachten. Als wir dann endlich im Collectivo bzw. „Chickenbus“ saßen fiel uns ein, dass wir sicher die nächsten 8 Stunden nicht auf Klo gehen könnten, also besuchten wir noch zum Abschluss die wunderschöne Toilette des Busbahnhof, ein Erlebnis.

Schließlich begann unsere Fahrt, ein Bus ausgerichtet für 10 Personen, gefüllt mit der doppelten Anzahl, zwischenzeitlich auch noch mehr, fuhren wir langsam, immer wieder stoppend, da Leute rein oder raussprangen, zwischenzeitlich Kinder schrien, Richtung Flores. 9 Stunden später kamen wir völligst erschöpft, von der Hitze und den Strapazen ausgetrocknet, da wir uns ja nicht trauten zu trinken, in der Abenddämmerung in Flores an.

Müde, aber immer noch verärgert über unsere Travelagency stapften wir in Ihr Büro, um die Situation zu klären und vor allem abzuklären, ob wir am nächsten Tag nach Belize fahren könnten.

Abschließend sei gesagt, wir bekamen unser Geld zurück und fuhren am nächsten Morgen nach Belize.

Flores & Tikal

Semuc Champey

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