Home Kurious Couchsurfing: Unterwegs in den „Betten“ von Chile

Couchsurfing: Unterwegs in den „Betten“ von Chile

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Seit diesem Jahr, sind auch wir Mitglied bei „Couchsurfing.org“, oder besser gesagt Steffi, sie verwaltet unseren Account. Nun fragt ihr euch vielleicht warum wir es erst jetzt nutzen, das können wir leider selbst nicht so genau beantworten, vielleicht mussten wir uns erst an den Gedanken gewöhnen bei Fremden zu wohnen. Aber gut wir sind ja auch fast für 10 Wochen bei Freunden, Familie und Bekannten im letzten Jahr untergekommen.

Was ist Couchsurfing und welches sind die Motive für derartiges Reisen?

Couchsurfing bietet Reisenden zum einem eine kostenfreie Übernachtungsmöglichkeit in einer fremden Stadt, bei mehr oder weniger Fremden. Zum anderen bietet es den Vorteil diese Stadt mit einer Person zu erkunden, die mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut ist und Euch Kultur und Menschen aus einer nicht rein touristischen Perspektive zeigen kann.

Ganz einfach: Einer sucht eine Couch, ein anderer bietet diese an. Wer viel reist, kann das nachvollziehen, andere wiederrum mögen sich fragen, warum sollte ich jemanden völlig Unbekannten aufnehmen und in meine Wohnung lassen? In unserem Fall, sind wir die fremden Eindringlinge, die sich dann mit Sack und Pack ausbreiten.

Um ein besseres Gefühl zu bekommen, ist der erste Eindruck wichtig und dazu zählen das Profil, die Rezessionen anderer Beherbergter und natürlich auch die Art und Weise wie im Vorfeld miteinander kommuniziert wird. Ein vorab Kennlerntreffen, kann hilfreich sein, um einen persönlichen Eindruck zu bekommen.

Klar besteht ein kleines Restrisiko, aber da wir zu zweit sind und über ein bisschen Menschenkenntnis verfügen, können wir bis dato über keinerlei schlechte Erfahrung berichten.

Wie funktioniert es

Also man registriert sich, erstellt einen Account, fügt ein paar Bilder hinzu, schreibt ein paar Zeilen über sich und dann geht es eigentlich auch schon los und man kann potenzielle Gastgeber suchen, anschreiben und wenn diese Zeit haben, ihre Couch einnehmen.

Da wir ja aktuell Nomaden sind, können wir leider aktuell keine Couch anbieten, aber wer weiß, wo es uns mal hin verschlägt und dann werden auch wir die Weltenbummler beherbergen können.

Unsere Tipps

–          Vervollständigt euer Profil mit ehrlichen Inhalten und Bildern

–          Verifiziert euch

–          Lest euch die Profile durch und schreibt individuelle Anfragen

–          Fügt Freunde hinzu

–          Schreibt Referenzen

–          Geht zu lokalen Treffen

Vorteile der privaten Unterbringung

Ein großer Vorteil am Couchsurfen kann das gesparte Geld an der Unterkunft sein. Wir haben allerdings die Erfahrung gemacht, dass das Geld an anderer Stelle ausgeben wird, zum Beispiel für ein gutes selbstgekochtes nationales Gericht, Getränke diverser Art und Amüsement.

Zudem kann euch euer Host seine Stadt auf eine ganz andere Art und Weise zeigen und hilfreiche Tipps geben.

Nachteile des Couchsurfings

Ihr wisst selten wer euch die Tür öffnet oder wen ihr auf eure Couch lasst. Aber aufgrund der Verifizierung und der Referenzen durch andere solltet ihr einen ersten Eindruck von eurem zukünftigen Gegenüber haben.

Unter Umständen müsst ihr Abstriche beim Komfort machen, vielleicht schlaft ihr im Durchgang oder auf einer zu kleinen Couch, aber für ein paar Nächte ist das kein Problem. Und he, das ist Couchsurfing.

Unsere Erfahrungen

Und wie lief es bisher ab? Sobald wir uns für eine neue Destination entschieden haben, machte sich Steffi dran geeignete Hosts ausfindig zu machen, diese anzuschreiben und auf eine Art „Bestätigung“ zu warten.

Also was könnten die Beweggründe sein, warum sich Leute regelmäßig Fremde auf ihre Sofas einladen und übernachten lassen. Haben sie vielleicht keine Freunde, ist ihnen langweilig oder verfolgen sie andere Gründe?

Aufgrund eigener Erfahrungen haben wir folgende Stereotypen von Hosts kennengelernt:

Der Selbstverliebte:

Er ist von sich selbst überzeugt, führt nur Monologe, lässt nicht ausreden und denkt die Welt dreht sich nur um ihn, ach ja und jede Frau liegt ihm zu Füssen. Wenn seine Erwartungen nicht erfüllt werden oder man ihm nicht die erwartete Aufmerksamkeit schenkt, kan er schon mal laut werden und sich im Ton vergreifen. Gepaart mit Alkohol ist er eine tickende Zeitbombe, die nicht zu bremsen ist.

Der Gute:

Er ist bemüht zu helfen wo es nur geht und erhofft sich vielleicht insgeheim, diese Hilfsbereitschaft entlohnt zu bekommen. Mit Hilfe von zweideutigen Gesprächen versucht er seine Coolness zu unterstreichen, was bei diesem Typ nicht wirklich gelingt. Aber er ist ein sympathischer Zeitgenosse, mit dem man gut und gerne eine Freundschaft aufbauen kann, wenn die „Beziehung“ geklärt ist.

Der Liebe:

Er verfolgt keinerlei Absichten, er genießt einfach die Zeit in netter Gesellschaft, geht einem geregelten Leben nach und freut sich über Geschichten aus aller Welt.

Der Player:

Eigentlich muss man diesen Typ nicht groß beschreiben. Jeder kennt ihn, er weiß was er kann und was er will. Er ist der lebelustige, lässige und coole Typ, der gerne feiert, trinkt und ohne Unterbrechung flirtet. Wenn man nicht aufpasst, verfällt man seinem Charme.

Voraussetzung für Couchsurfing das ist ein gewisses Maß an Rücksicht, Flexibilität und natürlich Interesse an anderen Menschen und Kulturen. Wir können abschließend definitiv sagen, dass wir eine tolle Zeit in Chile hatten, super liebe und interessante Menschen kennlernen durften, sich viele  Freundschaften entwickelt haben und wir bestimmt den ein oder anderen irgendwo irgendwann in der Welt wiedersehen werden. Wir freuen uns darauf!

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