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Tuesday, May 12, 2020
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Spenden

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2polloslocos-hogarcomunitario-circuelitos10Früh morgens machen wir uns auf  und besuchten die Guarderia (Vorkindergarten) Hogar comunitario „ciruelitos“, welcher außerhalb vom Stadtzentrum Sucres liegt und gar nicht so einfach zu erreichen ist. Auf der Hauptstraße raus gelassen, erreichten wir über einen steilen, steinigen Hang, letztendlich den Vorkindergarten.

Aktuell werden hier 31 Kinder im Alter von 6  Monaten bis 4 Jahren betreut, die zu dem Zeitpunkt unserer Ankunft eifrig am malen waren.

Die Kinder sind je nach Alter in unterschiedliche Gruppen aufgeteilt und haben entsprechende Gruppenräume. Unterstützt werden die Mitarbeiter aktuell von 3 Freiwilligen. Die Kinder werden gegen 8 Uhr hingebracht und bleiben in der Regel bis 16 Uhr. In dieser Zeit bekommen sie Frühstück, Mittagessen und einen Tee, bevor Ihre Eltern sie wieder abholen.

Alle Kinder stammen aus dem umliegenden Viertel, es handelt sich um einfache bolivianische Familien. Die Betreuung ist kostenfrei, da die Einrichtung staatlich gefördert wird. Für jedes Kind werden 50 Bolivianos pro Monat, was etwa 5,30 Euro entspricht, gezahlt. Wie direkt ersichtlich ist, ist dies viel zu wenig, um all die Unkosten zu decken. Es fehlt an Vielem.2polloslocos-hogarcomunitario-circuelitos06

Mit einer Einkaufsliste ausgestattet fuhren wir zurück in das Stadtzentrum und besorgten folgendes:

  • Michpulver
  • Windeln
  • Klopapier
  • Mehl und Salz zum Brot backen und
  • Wachsmalstifte

Im Anschluss trafen wir uns mit einer Verantwortlichen und übergaben unsere vollen Tüten.

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Betreutes Wohnen auf Zeit

Nachdem wir im Februar einen weiteren Teil der Sachspenden aus Deutschland, im Hogar Mallorca vorbeigebracht hatten, und die Jungs sich wahnsinnig gefreut haben, kamen wir im Mai wieder. Bei unserem ersten Besuch waren die Bundstifte das Highlight, neben all der gesammelten Kleidung und den weiteren Spielsachen.

Unsere Anschaffungen

Dank großzügiger finanzieller Spenden hatten wir die Möglichkeit weitere notwendige Anschaffungen für das Heim zu tätigen. Nach unserem ersten Besuch konnten wir uns einen Überblick über das Heim verschaffen und Hannah versorgte uns mit weiteren Informationen. Sie und Caro waren unsere Ansprechpartnerinnen im Hogar Mallorca. Dank Ihres Engagements und der Absprache mit den Verantwortlichen vor Ort konnten wir die Gelder zielgerichtet einsetzen und die gewünschten Artikel besorgen.

Das Heim stellt nur geringe finanzielle Mittel zur Verfügung und umso größer war die Freude über die mitgebrachten Arzneimittel, da diese im Verhältnis sehr teuer sind, aber hin und wieder benötigt werden: Läusemittel, Creme gegen Fußpilz und Hautausschlag, Körperlotion und Seifen gegen Hautirritationen. Neben den Medikamenten kauften wir noch weitere Schulrucksäcke.

Danke Caro und Hannah!

Auf diesem Wege möchten wir uns ganz herzlich bei Caro B. und Hannah H. bedanken. Hannah war vor einiger Zeit im Heim tätig und kam in Ihren Semesterferien zurück, um den Jungs abermals zur Seite zu stehen. Caro ist seit 9 Monaten in dem Hogar als Volontärin tätig und hat uns weitere Bilder zur Verfügung gestellt.

Patenprojekt Hogar Mallorca / Godparent project

facebookEine ehemalige Freiwillige hat das Patenprojekt des Heims gegründet. Es funktioniert ganz leicht und macht den einzelnen Jungs eine riesengroße Freude! Dabei übernimmt man die Patenschaft für einen der Jungs im Heim und schickt ihm kleine Päckchen oder Briefe und er antwortet. Wenn man möchte, kann man auch ein wenig Geld spenden. Das ist allerdings nicht obligatorisch. Es geht einfach darum, einen Kontakt aufzubauen und ein wenig Freude zu bereiten. Leider haben bis jetzt nur ungefähr zehn der circa 60 Jungs einen Paten, da nur sehr wenige Personen dazu bereit sind und Angst haben, es immer wieder zu vergessen. Allerdings muss man nicht jeden Monat einen Brief schreiben, es reicht völlig immer wieder oder über Facebook etc. zu kommunizieren.

Hintergrundinformationen:

2polloslocos-hogar-mallorca19Das “Hogar Mallorca” ist ein Heim in Sucre, der Hauptstadt Boliviens. Es beherbergt ausschließlich Jungs im Alter von 7-18 Jahren. Zurzeit befinden sich etwa 65 Jungen im Heim, die unter der Woche dort wohnen. Am Wochenende fahren sie zu ihren Familien, die meistens auf dem Land wohnen. Diese sind meistens zu arm, um ihre vielen Kinder zu ernähren und das Heim ermöglicht den Jungs so drei warme Mahlzeiten, eine warme Dusche und eine durchgängige Schulbildung.

Manche der Jungen kommen auch aus Alkoholikerfamilien oder wurden von ihren Eltern, meist den Vätern, früher geschlagen. Nur sehr wenige haben keine Familie mehr. Zu den Mahlzeiten befinden sich alle ca. 65 Kinder im Heim, vormittags besuchen die Kleineren der ersten bis sechsten Klasse die Schule. Die ältere Hälfte macht in dieser Zeit ihre Hausaufgaben oder arbeitet und geht nachmittags zur Schule. Es gibt jeweils einen Betreuer für vormittags und nachmittags, auch nachts sind die Jungs nicht allein.

Im Heim herrscht eine familiäre und liebevolle Atmosphäre. Das Heim versucht den Jungs jedes Jahr Schuluniformen und Schreibaurüstung zu stellen, allerdings sind sie sehr auf Spenden angewiesen. Dadurch müssen die Jungs nur Hygieneartikel und Kleidung mitbringen und falls davon etwas fehlt, wird auch nachgeholfen. Nebenbei arbeiten vor allem die Größeren, um sich selbst ein Taschengeld zu verdienen und/oder ihre Familie zu unterstützen. Dabei jonglieren sie in den Straßen, waschen Autos, putzen abends oder sind Aushilfen in Betrieben.

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Adresse/ Kontakt:

Calle Bolivar 730, Sucre, Bolivien.

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Als wir am Samstagnachmittag, 12.04.2014, aus dem Fenster schauten befanden wir uns gerade in Viña del Mar, und trauten unseren Augen nicht. Über der chilenischen Hafenstadt Valparaiso, die seit 2003 Unesco Weltkulturerbe ist, hing eine riesige dunkle Rauchwolke. Überall waren Sirenen zu hören und alles blickte auf die Berge von Valparaiso. Wir sahen die lodernden Flammen, das Flammenmeer, vom Balkon aus.

Es wurde der Notstand ausgerufen, der Ausschank von Alkohol wurde unterbunden und die meisten Bars, Restaurants und Clubs blieben geschlossen. Viele Chilenen schickten Hilfsgüter und packten selbst mit an. Die Spendenbereitschaft übertraf alle Erwartungen, es wurde Kleidung, Essen und Geld gesammelt. Freiwillige sortierten die Kleidung, kauften Lebensmittel, kochten und verpackten Mahlzeiten und fuhren diese zu denen, die alles verloren hatten.

Die News verbreiteten sich wahnsinnig schnell und jeder wollte helfen. Dies führte zu einer Art Chaos, da zu viele Freiwillige den eigentlichen Helfern im Weg standen und die Zufahrtswege blockierten. Somit wurde eine Art Limitierung eingeführt um die Helfer nicht weiter zu behindern. Nur noch bestimmte Kennzeichen durften in der Stadt fahren und viele Freiwillige wurden nach Hause geschickt.

Der Großteil der Menschen konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen und den Flammen entkommen, aber für einige war es leider zu spät. Sonntag schien das Feuer unter Kontrolle zu sein, doch dann brach es erneut aus und weitere Menschen mussten evakuiert werden.

Die Bewohner von Viña del Mar und Valparaiso zeigten den Betroffenen ihren Respekt mit dem Slogan „Fuerza Valpo“, der auf Autos, Bussen und auf Banner geschrieben wurde.

Laut Regierungsangaben sind mehr als 1.000 Hektar vom Feuer erfasst und rund 2.500 Gebäude zerstört worden. Rund 1.250 Feuerwehrleute waren im Einsatz und knapp 20 Hubschrauber und Flugzeuge bekämpften die Flammen aus der Luft. Betroffen waren sechs der 42 Hügel von Valparaiso und alles begann auf einer 30 Hektar großen Müllhalde namens Placilla. Augenzeugen haben zwei Truthahngeier, die sich auf einer Hochspannungsleitung niederließen, in Flammen aufgehen gesehen und die entstanden Funken entzündeten die trockenen Blätter am Boden. Der anhaltende Wind trieb die Flammen auf die Hügel der Stadt.

Mehr als 12.500 Menschen sind obdachlos, aber die Regierung versprach eine schnelle Lösung zu finden.

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Weitere Infos hier und weitere  Bilder findet ihr hier:

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