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Karibisches Flair: Tobago

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Also wenn man schon mal die Möglichkeit hat, karibisches Flair zu schnuppern, sollte man sich das doch nicht entgehen lassen, dachte ich mir. Und mal ganz im Ernst, den Höllenritt zurück nach Lethem/ Bonfin, nein danke.

Guyana – Trinidad

Also wurde kurzer Hand ein Ticket von Georgetown, Guyana (GEO) nach Port of Spain (POS), Trinidad gebucht. Der Spaß kostete uns $ 135 US und dauerte knapp 1,5 Stunden mit Caribbean Airlines. Völlig unvorbereitet wollten wir natürlich nicht sein, also versuchten wir so schnell wie möglich viele Informationen über Trinidad und Tobago zu sammeln. Aufgrund der traumhaft weißen und karibischen Strände entschlossen wir uns von Trinidad so schnell wie möglich nach Tobago zu gelangen.

Also hieß es Abschied nehmen, Sachen erneut packen und mitten in der Nacht aufstehen, um unseren Flug, der um 6:25 am ging nicht zu verpassen. Alles gar kein Problem, das letzte Geld wurde in Kaffee am Flughafen investiert und dann kam die kleine Überraschung der Ausreisesteuer, (damals 4.000 GYD oder $ 21 US) aktuell wohl 4.5000 GYD, zum Glück hatten wir noch ein paar Dollar über.

Trinidad – Tobago

Die Fährverbindungen zwischen Trinidad und Tobago sollen sehr gut sein, aber wir entschieden uns für den Flieger, da wir ja eh schon am Flughafen waren. Mit Caribbean Airlines kann man vor Ort für $ 25 US Standby Tickets kaufen. Schnapper dachten wir, nun ja nach 17 Stunden auf dem Flughafen und diversen Gin Tonics waren wir dann endlich die Standbys, die boarden durften.

Die Prozedur ist ganz einfach: Zum Ticketing Schalter von Carribbean Airlines gehen und das Standby- Ticket kaufen ($25 USD) . Dann zum Check-In Schalter gehen und euer Ticket samt Pass vorlegen und euch auf der Warteliste eintragen lassen. Je nachdem wie voll die Maschinen sind oder wie viele vor Euch sind, kann es nun ja, schon mal ein bisschen dauern.

GT am Flughafen Die Zeit vertrieben wir uns mit einer langen „Krombacher-Filmnacht“, Laptops an die Steckdosen und ein Film nach dem anderen und natürlich organisatorischen vor Ort: wo wollen wir nächtigen, was wollen wir machen, wie kommen wir von A nach B, etc.

Fish Tobago

Als wir endlich auf Tobago ankamen, nahmen wir uns ein Taxi für $12 US und ließen uns zum Fish Tobago Anwesen, in Buccoo, fahren. Im Internet kursieren schon ein paar Stories über den Besitzer Brandon Bruce und ja sie sind alle wahr. Er ist ein geldgeiler, starrköpfiger und sehr spezieller Typ.

Obwohl wir im Vorfeld E-Mails mit Ihm geschrieben hatten und ihn noch vom Flughafen aus anriefen, war er plötzlich ausgebucht. Großzügig bot er uns dann sein Beachhouse an bzw. die erste Nacht im Zelt, die angeblich free of charge sein sollte. Das Beachhouse ist ein einfaches Haus, ohne Wifi und der Beach ist auch nicht vorhanden. Zudem liegt das Haus völlig ab vom Schuss, aber besser als gar nichts dachten wir uns (Stand August 2014).

Um das ganze Theater mit Brandon abzukürzen, er macht nichts aus reiner Nächstenliebe oder um euch einen Gefallen zu tun oder wie manch anderer einfach um euch zu helfen, alles was er euch anbietet müsst ihr auch bezahlen, am liebsten in USD und sofort. Leere Versprechungen sind auch eine Stärke von Ihm: sobald ein Zimmer frei wird könnt ihr es haben, das passierte nie. „Wir fahren zum Schnorcheln raus und dort seht ihr die Schildkröte und den Oktopus“, never happend. Er wollte uns für ca. 1h Wifi im Haupthaus auch noch die volle Pauschale abrechnen, was wir jedoch verweigert haben.

Abgesehen von seinem stark ausgeprägten Geschäftssinn hatten wir trotzdem eine schöne Zeit auf Tobago. Und ich glaube, wenn man vorbereitet ist, kann man mit all dem auch viel besser umgehen.

Pigeon Point Beach

Pigeon Point Beach

Wir führen bei strömenden Regen Jetski am Pigeon Point Beach, Touristen zahlen hier eine cover charge, und hier tranken wir endlich Joannas lang ersehnten Schirmchen Cocktail. Abgesehen davon:

 

  • Waren lecker Essen und Trinken und Jo gab alles bei einer Karaoke Nacht.
  • Schauten uns im Kino „Guardians of the Galaxy“ an und hitchhikten zum Kino.
Island Tour

Zudem mieteten wir uns ein Auto und machten hier ein richtiges Schnäppchen. Auch hier versuchten wir im Vorfeld Informationen und Preise zu bekommen, ähnlich wie mit den Tauchschulen verlief das sehr schleppend. Also machten wir uns auf den Weg zum Flughafen und fragten uns durch. Bei dem letzten Verleih wurde ich mit großen Augen angeschaut und die nette Dame meinte, es tue ihr leid, aber sie haben leider kein gereinigtes Auto zur Verfügung, daraufhin fragte ich sie, was es denn pro Tag kostete und schon hatten wir unseren unschlagbaren Preis und ein bisschen Sand im Fußraum, den wir eh wieder mit reinbrachten.

Also begann unsere Inselumrundung mit vereinzelten Stopps an Stränden und Aussichtspunkten, und Wasserfällen. Zu dem Argyle Wasserfall, müsst ihr über Stock und Stein, aber es war echt schön und erfrischend dazu.

 

Leider wurde nichts aus unserer Inselumrundung, da uns im Norden ein Baum den Weg versperrte. Nun ja Tobago ist nicht so groß und eigentlich schafft man es locker in einem Tag einmal rum, aber leider nicht wenn einem der Weg versperrt ist, also hieß es alles wieder zurück. Am nächsten Tag brachten wir das Auto zurück und warteten auf unseren Abflug.

Von Georgetown hatten wir schon ein Ticket zurück nach Trinidad gebucht, aber erst für den nächsten Tag. Wir waren aber irgendwie zuversichtlich, dass wir eher zurückdüsen könnten. Aber auch dieses Mal bedeutete Standby warten, jedoch nur bis zu unserem eigentlichen Abflug am nächsten Tag: Tobago, Arthur N.R. Robinson Intl. (TAB) – Port of Spain, Piarco Intl. (POS) für $24 USD one-way mit Caribbean Airlines.

Mein Tipp: versucht eure Tickets online als Standby zu buchen, das ist nämlich ein reguläres Ticket und ist gesetzt, alles was ihr am Flughafen bucht kann dauern.

Nach einer weiteren Movienacht am Flughafen, hieß es dann Abschied nehmen. Joanna hatte sich entschieden nicht mit nach Venezuela zu reisen und somit flog ich dann alleine auf die Isla de Margarita.

 

 

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