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Chile: Torres del Paine: Der beinahe W-Trek

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Ushuaia – Punta Arenas – Puerto Natales – Torres del Paine – Puerto Natales – El Calafate

Von Ushuaia ging es mit Bus-Sur nach Punta Arenas, hier verweilten wir knapp 2 Tage, besuchten die Isla Magdalena und Ihre Pinguine und fuhren anschließend weiter nach Puerto Natales, das Tor zum Torres del Paine, um den W-Trek zu laufen.

Hier warteten wir dann auf unsere starken Männer, die all die Köstlichkeiten durch den Torres schleppen sollten. Zwei Tage waren wir im Bellavista Patagonia (2 Nächte im Doppelzimmer $56 US), und zogen dann ins Hostal Paulette (3er Zimmer 7.500 CLP/ p. P.) um, wo wir ein freudiges Wiedersehen mit viel Pisco feierten.

Erwartet bei den Unterkünften nicht zu viel, die Wände sind aus Pappe und man hört jedes Wort, also denkt an Oropax!

Die nächsten zwei Tage bereiteten wir uns seelisch und moralisch auf den Torres del Paine vor, besorgten fehlendes Equipment, diverse Tickets, unsere Delikatessen und viel Vino. Im Nachhinein können wir guten Gewissens sagen, es hat uns an nichts gefehlt.. aber schön, dass wir Vanillemilch, frischen Käse & Co dabei hatten, plus 1 kg frisch abgebackene Bouletten 😉

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W-Trek Torres del Paine

Start unserer Tour zum W-Trek, war der 02.03.2014 mit dem Bus ging es für 12.000 CLP (Buses Gomez) vom Busterminal Puerto Natales in den Torres del Paine, ca. 1,5-2 h. Im Park angekommen, Laguna Amarga, haben wir unser Ticket gekauft, 18.000 CLP, und dann ging es mit einem Minivan, 2.000 CLP, weiter in Richtung Hotel Las Torres. Für 1.000 CLP könnten wir einen Rucksack im Hotel lassen, was auch notwendig war, da wir ja eh zu viel Essen dabei hatten und dann begann unsere Tour.

Hier findet ihr eine Karte inklusive Entfernungen.

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Wir hatten uns entschlossen das „W“ zu laufen. Es wird einem geraten, von Westen nach Osten zu laufen, damit man den Wind im Rücken hat. Da sich das Wetter im Nationalpark jedoch schlagartig ändern kann, entschlossen wir uns, die Torres am 1. Tag zu besichtigen, da das Wetter Sonnenschein versprach.

Eigentlich wollten wir die 1. Nacht im Refugio y Camping El Chileno campen, aber als wir hörten, dass der freie Campamento Torres wieder offen sei, liefen wir mit Sack und Pack weiter. Registrierten uns, ließen unsere Sachen zurück und folgten dem knapp 1-stündigen Aufstieg bis zu den Torres. Es war wunderschön. Da wir ja relativ nah an den Torres waren, stiegen wir zum Sonnenaufgang am nächsten Morgen erneut auf, leider war es dieses Mal sehr bewölkt. Nichts destotrotz packten wir unsere Sachen, liefen zurück zum Hotel, holten unsere zwischengelagerten Sachen und bereiteten unserer Mittagessen am nahegelegenen Camping Torres zu. Mit dem hoteleigenen Shuttle fuhren wir um 16 Uhr für 2.500 CLP dann zur Laguna zurück.

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Hier findet ihr eine Übersicht über die Campingplätze.

Erkundigt euch unbedingt im Vorfeld nach den Bustransfer-Zeiten  zurück zur Laguna Amarga, falls ihr nicht weiterlaufen wollt und dem entsprechenden Anschluss innerhalb des Parks!

Von der Laguna Amarga fuhren wir dann mit dem internen, kostenlosen Shuttle, zum zweiten Stopp im Park, Pudeto. Von hier aus nahmen wir den Katamaran, um 18 Uhr für 12.000 CLP, über den Lago Pehoé, vorbei am Salto Grande und schipperten zur Anlegestelle nahe der Paine Grande Mountain Lodge inklusive Campingplatz. Hier wurden die Zelte aufgebaut, jeder nahm eine warme Dusche und der Kochlöffel wurde abermals geschwungen und ein weiteres Weinchen dazu geschlürft. Kosten pro Nase im eigenen Zelt 4.800 CLP/ Nacht.

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Am nächsten Tag begaben wir uns in Richtung Gletscher Grey. Der einzige Nachteil am „W“ ist, dass man leider alles doppelt laufen muss und da wir relativ spät gestartet sind, wurde es langsam dunkel und der Rückweg wollte kein Ende nehmen.

Wer Interesse an einer Bootstour hat.

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Am 4. Tag brachen wir in Richtung Valle de Francés und Mirador Británico auf und dieser Auf- und Abstieg sollte der schwerste werden. Juan Pablo verletzte sich mehrfach am Knöchel und Nina hatte Probleme mit ihrem Knie, also verlief alles etwas langsamer wie geplant. Wir hatten uns am Vorabend dazu entschlossen, eine weitere Nacht auf dem Paine Grande zu nächtigen und nicht mit Sack und Pack zur Campingplatz Italiano umzuziehen. Der komplette Aufstieg- und Abstieg war wunderschön, vorbei an riesigen Gletschermassen, abschmelzenden Gletschern, die in Wasserfällen endeten, riesigen Felsformationen, farbenfroher und abwechslungsreicher Natur und jeder Menge Wind!

 

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Und wie hätte es anders kommen können, in unserer letzten Nacht im Torres del Paine, ging die Welt unter! Wie ihr vielleicht festgestellt habt, ist unser Zelt von einer anderen Generation, aber es hat Stand gehalten und wir sind nicht weggeweht! Und gegen den Regen konnten wir uns Dank Rettungsdecken a la Sushi-Rolle perfekt schützen. Da soll mal einer sagen, wir sind nicht kreativ!

Als wir am nächsten Morgen aus den Zelten krabbelten, entdeckten wir im Gebirge des Nationalparks jede Menge Schnee. Also hatten wir alles richtig gemacht, packten unsere Sachen und fuhren mit dem Katamaran zurück nach Pudeto, nahmen den Shuttle zum Parkeingang und schließlich nach Puerto Natales zurück.

Hier verbrachten wir vier noch eine Nacht im Dorm (7.000 CLP p. P.) in unserem Hostel Paulette, wo wir überflüssiges Gepäck gelassen hatten. Am nächsten Morgen hieß es Abschied nehmen, Elmar verließ uns und wir drei machten uns nach El Calafate auf.

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