Home Tipps Reisen bedeutet Verzicht, aber auch jede Menge Spaß!

Reisen bedeutet Verzicht, aber auch jede Menge Spaß!

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Wer den großen Schritt wagt und alles hinter sich lässt, egal ob für ein paar Wochen, Monate, Jahre oder auf ungewiss, sollte sich darüber im Klaren werden, dass er zwar viele Abenteuer erlebt, atemberaubende Landschaften sieht, neue Freundschaften knüpft, aber auch auf einiges verzichten muss.

Dieser Verzicht zahlt sich aber unserer Meinung nach aus.

1. Ihr werdet schlaflose Nächte haben

Gründe dafür werden sein, Mehrbettzimmer mit ständig wechselnden Rhythmen der anderen Schlafgäste, wie z. B. Toilettengänge, Nachtschwärmer, Frühaufsteher, „unangemeldete“ zusätzliche Gäste, und viele weitere Störfaktoren. Hinzukommt, die Qualität der Betten, wie. z. B. durchgelegene Matratzen, die Verarbeitung des Hochbettes, wenn ihr Pech habt spürt ihr jede Bewegung eurer „Bettpartners.

2. Privatsphäre, was war das noch mal?

Wer sich auf Reisen begibt und nicht sein ganzes Geld innerhalb weniger Wochen zum Fenster hinauswerfen möchte, lernt ganz schnell sich einzuschränken und Abstriche zu machen. Es fängt schon damit an, alle Dinge mit unter die Dusche zu nehmen und sich im Nassen fertig zu machen, falls man sich nicht seinen Zimmergenossen in Unterwäsche präsentieren möchte. Zudem seid ihr in einem Hostel selten alleine, irgendeine Nase, die das Bedürfnis hat euch vollzutexten findet euch auch in der hintersten Ecke. Weiter geht es mit eurer Dreckwäsche, die ab sofort andere für euch waschen werden.

3. Sauberkeit wird in vielen Ländern anders gelebt

Also geht immer von dem schlimmsten aus, dann könnt ihr nur überrascht werden. Ein treuer Freund könnte ein Desinfektionsmittel für Oberflächen und eines für Hände & Haut werden. Zudem sind Seiden- oder Bauwollschlafsäcke sehr hilfreich und auch ein zusätzliches Tuch für befleckte Bettlaken kann helfen etwas besser zu schlafen.

4. Sicherheit solltet ihr groß schreiben

Wir waren fast ein Jahr zusammen auf Reisen und mal davon abgesehen, dass wir beide hin und wieder etwas schusselig sind, und wir somit selbstverschuldet Dinge verloren haben, wurde uns in der gesamten Zeit nicht ein Gegenstand geklaut. Jetzt fragt ihr euch vielleicht, wie das möglich ist, ganz einfach, seid lieber etwas paranoid als fahrlässig und lasst sie nicht unbeaufsichtigt, schließt sie immer weg, wenn ihr nicht in der Nähe seid und zeigt sie auch nicht jedem, z. B. im Bus. Und auch hier kann nur gesagt werden, nehmt nicht alle Wertsache mit auf Reisen und ein älteres Model eures Elektronikgerätes tut es bestimmt auch.

5. Warmes Wasser, regelmäßige Körperpflege und immer dieselben Klamotten

In manchen Ländern werdet ihr es nicht vermissen, aber wenn es draußen um die 8 Grad sind, der Wasserdruck zu wünschen lässt und das „warme“ Wasser kalt ist, bevor es euren Körper berührt, heißt es ganz auf einmal ganz schnell duschen. Zudem werden ihr anfangen die Katzendusche zu lieben.

Anderes Beispiel ihr seid mehrere Tage im Bus unterwegs, weil internationale Flugtickets zu teuer sind oder habt euch in den Kopf gesetzt einen 6.000 zu besteigen. Dafür ist die kommende Dusche umso schöner.

Wir stellen immer wieder voll entsetzen fest, wie schnell Klamotten in Deutschland in der Wäsche landen, auf Reisen ist das anders, da wird das Shirt auch mal 3-4 Tage getragen und der Fleck mal schnell mit der Hand herausgewaschen. Und bevor ein falscher Eindruck entsteht, Unterwäsche wird nicht gewendet und nochmal getragen.

6. Gelüste werden kommen und gehen, oder bleiben

Und die Befriedung könnte sich schwierig gestalten bzw. zu einer Herausforderung werden. Unser Tipp, nehmt euch ausreichend Leckereien mit oder lasst sie euch von Freunden mit einfliegen. Klar, könnt ihr auch vieles vor Ort kaufen, aber oftmals ist es nicht dasselbe.

Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass Nutella, Fanta und Cola in vielen Ländern sehr unterschiedlich schmeckt und für Gummibären Liebhaber unter Euch, es wird eine verdammt schwere Zeit werden. Ein kleiner Trost für alle Schokoladen Liebhaber Kuchen und Torten schmecken fast überall auf der Welt sensationell.

7. Travelbuddys vs. Freundschaft

Ihr solltet euch darüber im Klaren sein, dass eine tolle Freundschaft nicht automatisch bedeutet, dass ihr euch 24 h am Stück über mehrere Wochen und Monate ertragen könnt. Wir haben einige „Paare“ kennengelernt, die Ihre Beziehung beendet haben, Freunde sich nicht mehr in die Augen schauen konnten und selbst Geschwister getrennte Wege gegangen sind. Das ist überhaupt nicht schlimm, nicht jeder hat das Glück, dass man sich über so lange Zeit noch „riechen“ kann. Also überlegt euch gut, mit wem ihr auf Reisen geht und überlegt euch für den Notfall einen Plan B.

8. Seid kreativ

Ihr werdet lernen mit weniger auskommen und Dinge anders zu nutzen. Also wenn ihr mal wieder in der Hostelküche steht, dann traut euch was und fangt an zu mixen, nicht umsonst trägt eine von uns den Spitznamen „Miraculix“.

Aber lasst euch eines gesagt haben, wir bereuen keine Minute, warum wären wir sonst wieder losgereist!?

Ihr werdet genügsamer, lernt die wesentlichen Dinge des Lebens schätzen, verzichtet auf überflüssigen, unnützen Schnickschnack und lernt den Moment und eure Freiheit lieben.

Und für alle, die diese Artikel noch nicht kennen, macht euch selbst ein Bild:

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